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04.08.19 / 18.01.18

Die (politisch) bedrängte Zivilgesellschaft

Unter Zivilgesellschaft im Rahmen des Abschnittes Gesellschaft wird der uneingeschränkte Nutzen des Staatskomplexes festgestellt und damit postuliert.

Bedauerlich oder nicht bedauerlich muss konstatiert werden, dass die Zivilgesellschaft im Zusammenwirken mit dem (faktischen) Staatskomplex, der als solcher umfangreiche Funktionalität wahrnimmt, bisher unaufhaltsam zur (funktionellen) Restgröße reduziert wird.

Die sozialistische Infektion mag dies wesentlich katalysieren. Es gibt laut Parkinson dazu allerdings weitergehend die prinzipielle Tendenz der Expansion des Staatskomplexes; die Kausalität ist die gleiche wie die Monopolisierungs-Tendenz in der klassischen Erwerbswirtschaft  Da Gewaltmonopol und Primat vom Staatskomplex ausgeübt werden, gehören die mächtigsten Bataillone Herrschender in der durch Individuen konstituierten Gesellschaft ebenfalls zum Staatskomplex. Wenn gelegentlich etwa (mächtige) Industriekonzerne dem Staatskomplex das Schnippchen schlagen, bleibt dies Ausnahme, die zwecks Propaganda stets gewaltig aufgebauscht wird.

Es gibt seit langem die ungünstige Tendenz, dass Staat (wirklich) alle Lebensbereiche, insbesondere also die privaten durchdringt und bestimmt. Die Tendenz ist ungebrochen. Die Prognose weicht davon nicht ab.

Zweifellos halten Liberale dagegen.

Als Resultat ergibt sich, dass das Kollektiv der Individuen (“nur”) mit gebremster Geschwindigkeit verstaatlicht wird. Nicht einmal die Konservativen wollen oder können sich dem Propaganda-Druck - im 20. Jahrhundert vielfach und situativ erfolgreich erprobt - entziehen. Weitergehend sind Sozialisten unter Einsatz fragwürdiger politischer Moral und Propaganda wesentlich beteiligt, dass weltweit - also auch in Deutschland - ein Teil der Wähler in diesen Jahren das nationalistische Lager als Lösung für das Problem der Staatskomplex-Dampfwalze (1) gegen die genuine Zivilgesellschaft präferiert. Diese Menschen werden aus dem politischen Prozess diskriminierend entfernt und fallen - wegen der Abstrusität von Nationalismus - im Sinn einer positiven Reform als Verbündete aus. Es werden die Herrschenden wohl dafür sorgen können, dass ein entsprechender Aufstand vermieden wird.

Die im Staatskomplex tätigen Menschen leben glücklich, sind sicherlich überwiegend Personen guter Intention. (Theoretisch) Denkbar ist, dass künftig alle Individuen beim Staatskomplex angesiedelt werden, d.h., an dem politischen Ort erwerbstätig unterkommen. In diesem Fall könnte ein solcher Staat eine Zivilgesellschaft aus sich heraus (erneut) gebären, d.h., segregieren. Der Zustand disjunkter Funktionszonen und das optimale Gleichgewicht beider Funktionalitäten wären erneut hergestellt.

Es bleibt zusammenfassend dabei, dass obwohl einige Millionen beruflich im Staatskomplex tätig sind, der Sinn menschlichen Lebens niemals durch diese Funktionalität, sondern erst durch zivilgesellschaftliche Entfaltung erfüllt wird. Zwar mag einem Individuum während der Ausübung des Berufes ein Werturteil einfallen; das aber impliziert nicht deswegen etwa die staatliche Vorgabe solchen Wertes. Nicht Staat, d.h., der handelnde Staatskomplex sind Werte-Quellen, sondern die in der zivilgesellschaftlichen Rolle handelnden Individuen. Schon deswegen ist kontraproduktiv, dass der zuvor beschriebene Umweg über die vorübergehende Verschmelzung von Staatskomplex und Zivilgesellschaft gegangen wird.

Die Erfahrung der UdSSR sollte nicht wiederholt werden. Die Verluste lohnen nicht.

All dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass Zurücklehnen beim jetzigen Zustand der “westlichen Demokratien” als zielführendes Verhalten geboten ist. Im Gegenteil sind etwa trotz erdrückender Steuern weitere Lasten unvermeidbar: In Naturalien, nämlich Lebenszeit der Individuen. Sinnvoll ist eine funktionell adäquate Realpartizipation am politischen Prozess, wobei Primat und Gewaltmonopol unverändert dem Staatskomplex obliegen.

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(1) Staat dezimiert seine eigene Zivilgesellschaft
 

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