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Populismus |
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18.04.26 / 02.01.25 / 05.07.23 / 05.04.21 / 07.05.17
Die Seuche des Populismus Der Diskurs der politischen Wettbewerber um die Entscheidung der Wähler, deren Präferenzen so adressierend, dass Andersdenkende nicht marginalisiert, diskriminiert oder verunglimpft werden, muss mit Demokratie insofern kompatibel sein, als Selbstbestimmung des Individuums besteht. Demut und Toleranz samt Bereitschaft zu Kompromiss trotz unterschiedlicher Programme, helfen die Übertreibung von Populismus zu vermieden.. Zu demokratisch kompatiblem Verhalten von Kandidaten gehört, für sich als angenehme, tüchtige, kompetente Person zu werben. Bei Wählern beliebt zu sein, ist also der Beginn von unverzichtbarem Populismus. Relativ harmlos lautet die Definition von Populismus nach Duden: “von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen” Deftigere Aussagen bringt hingegen Wikipedia: Populismus "nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des 'einfachen Volkes' zu stehen. Populismus hat ... kein bestimmtes, eigenes Wertesystem, das seinen ideologischen Kern ausmachen und ihn von anderen Ideologien abgrenzen würde. Er kann daher mit ganz unterschiedlichen politischen Richtungen und Zielsetzungen einhergehen. Oft ist er Stilmittel von Protestparteien und -politikern, oder auch von sozialen Bewegungen. Historisch sind etwa der Peronismus und der Poujadismus als populistische Bewegungen bekannt. Allgemein wird häufig über die Euphemismen „Linkspopulismus“ und „Rechtspopulismus“ diskutiert, wobei sich viele Themen überschneiden können ... Anfang des 21. Jahrhundert ist die in Europa verbreitetste Form des Populismus der sogenannte "nationale Populismus", deren Vertreter politisch gesehen darauf aus sind, Macht in Form von Anfeindungen gegenüber Fremden oder Ausländern zu generieren.” Bis auf Parteigänger besteht Einvernehmen, auf exklusivem Nationalismus basierender Populismus ist zu verwerfen. Im Fall des ”sozialistischen Populismus” begründen seine Befürworter, Vertreter von Sozialismus - den nicht zugegebenen - Populismus mit dem von Karl Marx formulierten Anspruch, Sozialismus sei “wissenschaftlich”, Lange Jahre wurde sogar die Diktatur des Proletariats, also Totalitarismus nach Mars geboten; weitergehend sind dem zu Folge Umverteilung, außerdem soziale Gerechtigkeit, Verstaatlichung von Kapital und Produktionsmitteln, materielle wie soziale Gleicheit, Diskriminierung von Volksfeinden und die Verelendungsstrategie zulässige Forderungen bzw. legitime Handlungen. Auf fehlerhaften Prämissen aufbauend erweist sich Sozialismus als blanke Verschwörungstheorie, die in intensiver Neid-Demagogie gipfelt. Auch gemäßigte Sozialisten verfallen bisweilen solchem Irrglauben. Populismus besteht darin, mit versimpelnden, nicht von Fakten getragenen Verheißungen den Wählern das angenehmere von Widrigkeiten freies Dasein zu versprechen. Alle Grenzen zwischen populistischem Verhalten, noch weitergehender verantwortungsloser Demagogie und legitim-ehrlichem Auftritt sind also fließend. Der Elchtest, um einen Populismus-Vorwurf zu entkräften oder zu bestätigen, besteht regelmäßig darin, ob die jeweilige Ankündigung (Programm) in überschaubarem Zeitrahmen machbar ist oder nicht. Werden Gewissenhaftigkeit, Redlichkeit, u.ä. als Tugenden bzw. menschliche Qualitäten akzeptiert, sind überzogener Populismus und erst recht Agitation jeweils ein schamloses, ausbeuterisches bis totalitäres Verhalten. Die unbedingt inakzeptable Ausrede, der Mensch sei nie fehlerfrei, verstärkt den Vorwurf gegen Populismus, der leider leider immer wieder gelingt, weil:
Angesichts der Grauzonen seiner Erscheinungen wird die Kontroverse um Populismus die Menschheit noch lange begleiten. Einige typische Varianten von Populismus werden in den
Unterabschnitten dieser Ausführungen näher erläutert. |
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