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07.09.17

Weder Leit- noch Nicht-Kultur

Je geringer die Anzahl der Gruppenmitglieder, desto größer in jedem der Anteil des/der mit (den) Anderen geteilten Wissen, Erfahrung und Gefühle. Die Kenntnis dieses Umstandes bestätigt das Individuum (Einzelnen) in angenehmer Weise zunächst persönlich und im sozialen Umfeld. Bei Betrachtung im zunehmenden gesellschaftlichen Umfeld kommt zunächst die regionale Heimat und danach die Sprach- und Kultur-Gemeinschaft hinzu. In der archaischen Gesellschaft war der geographische Raum auf das persönlich erlebbare Gebiet begrenzt. Bereits im Altertum wurde den Individuen bewusst, dass die Sprach- und Kulturgemeinschaft mehr als den sichtbaren Horizont umfasste. Fremde wurde im eigenen ökonomisch relevanten Raum nicht geduldet, hatten bestenfalls nur einen schwereren Stand. Fremde Gebiete konnten nur gewaltsam dem eigenen Kulturraum hinzugefügt werden. Kriege entwickelten sich im Lauf der Jahrhunderte zu politischen Kriegen im Interesse der (lokal) Herrschenden. Den Gipfel dieser Entwicklung sah das 20, Jahrhundert. Es scheint und ist zu hoffen, dass das Phänomen des zuletzt politischen Krieges allmählich abklingt.

Zwar hat die Verpflichtung zur Solidarität in der Sprach- und Kulturgemeinschaft die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gesellschaft enorm potenziert. Aber gleichzeitig Zerstörung und Unglück bewirkt. Der politische Krieg wurde durch die Leistungskraft der Sprach- und Kulturgemeinschaft geradezu entfesselt und oft genug schamlos betrieben.

Liberale waren seit ihren Ursprüngen in der Zeit der Aufklärung keine treibende Kraft für die Stärkung des nationalen Pathos. Liberale entwickelten schon aus geschäftlichem Interesse Neugier für Fremdes und wussten folglich wie mit dem Ausland zu kooperieren sei.

Inzwischen scheinen geographische und kulturelle Grenzen zu verwischen. Bevölkerungsdruck und Technologie sind die entsprechend treibenden Kräfte. Das nationale Pathos steht zur Umfüllung an. Obwaltet hierbei Umsicht, wird dem nationalen Pathos die politische Virulenz genommen.

Damit wird klar, dass die archaisch angelegte Ablehnung des Fremden, oft genug als reale Fremdenfeindlichkeit akut wirksam, im Dienst von weniger Unglück und der Schonung von Ressourcen überwunden werden sollte, wohl überwunden werden muss. Jedwedes dem entgegen wirkende Tun ist als inakzeptabler, schändlicher Populismus zu denunzieren.

Genauso populistisch, also verwerflich, sind alle Handlungen, die beim Umfüllen des herkömmlichen nationalen Pathos die geforderte Umsicht nicht berücksichtigen. Etwa das vielfach bereits weniger als 100 Jahre nach den politischen Kriegen des 20. Jahrhunderts postulierte “Multikulti” kann und darf nicht angeordnet, verfügt werden. Die Menschheit muss hiermit bei Gehversuchen experimentieren und so Erfahrung gewinnen.

Einen hilfreichen Beitrag von Peter Pauls unter dem Titel “Abkehr vom deutschen Kulturbegriff hilft Populisten” veröffentlichte die KStA-Reaktion am 05.09, S.4. Die (leider) gekürzte Version wurde per Internet veröffentlicht.

Sprach- und Kulturgemeinschaften werden aus heutiger Sicht noch lange bestehen. Sie leben absehbar im gemeinsamen, etwa auch dem großen europäischen Raum. Respekt, Toleranz, Demut und alterozentriertes Handeln sind die zielführend zu empfehlenden Handlungsweisen. Exklusion per monopolistischer Leitkultur, gar Diskriminierung müssen vermieden werden. Es kommt darauf an, dass in eventuellen Parallelgesellschaften bei allen inkompatiblen Einstellungen und Verhaltensweisen dennoch dann belastungsfähige Gemeinsamkeiten aktiv gesucht und entwickelt werden.

Sicher: Viel Zukunftsmusik. Nur, ist es sinnvoll, mit dem Mittel der Vergangenheit Angst vor naher und/oder ferner Zukunft zu schüren?
  

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