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10.03.18 / 24.07.17 / ... / 22.03.04 und 28.08.01

 

Wie sieht die Fest-Tafel nach gutem Abendessen 24 Stunden später aus?

Eben. Es gibt Regeln für gutes Benehmen. Für jedermann.

Zum Grundsätzlichen:

Woran hapert es hier, auf der Erde? Zu viele Menschen, zu wenig Natur. (Absonderlich: Schon die grünrote Bundesregierung 1998ff - erinnert an “Vollgas bei angezogener Handbremse” - will die deutsche Geburtenrate erhöhen, statt für weltweit weniger Geburten Maßnahmen vorzuschlagen, “auf den Weg zu bringen” und die Beteiligung von Deutschland an der Umsetzung zu besorgen). Davor drückten sich die Besserwisser.

Die Lage ist viel komplexer, dennoch schnell beschrieben.

Nachdem die Materie aus der die Erde im Wesentlichen heute besteht, “versammelt” war, kühlte das Agglomerat ab und verdichtete sich. Im Zug dieser Prozesse fand physikalisch- chemisch bedingt Stoff-Segregation statt: Etwa Ozeane, Landmasse, Eisenkern der Erde und die Bildung von Lagerstätten, die heute als Rohstoffquellen genutzt werden. Das Potenzial segregierter Stoffgemische hat Leben hervorgebracht und katalysiert.

Leben bewirkt per Saldo seinerseits eine Homogenisierung (das Gegenteil von Segregation) von Stoffen; intelligentes Leben beschleunigt (also anthropogen) die Homogenisierung der Stoffe der Biosphäre; Endzustand? Nicht totale Homogenisierung, denn jegliches Leben würde “aussterben”, sobald das Bio-Potenzial des Stoffgemisches weit genug gefallen ist - falls der segregierte Zustand durch natürliche oder künstliche Prozesse nicht erhalten bleibt.

Die Menschheit kann unter diesen Prämissen durch drei Vorgehensweisen überleben:

  1. Auswanderung (von einem Teil der Menschen) zu einem anderen, natürlichen, oder künstlichen Himmelskörper. Hierzu hat sich Stephen Hawking Anfang Juli 2006 positiv geäußert. Notiert sei: Die Reise der Auswanderer dauert Jahrzehnte vielleicht Jahrtausende. Über die Ausstattung des Raumschiffes in dem wohl Generationen leben müssen, gibt es keine Vorstellung; auch nicht darüber, wie sich die Auswanderer psychologisch und sozial entwickeln. Ob vorher der Ziel-Himmelkörper bemannt oder unbemannt inspiziert wird, ist nicht entschieden. So wahrscheinlich es ist, dass die Auswanderung spätestens in der nächsten Million Jahre stattfindet, so unwahrscheinlich ist, dass alle Menschen auswandern können. Vielleicht werden Menschen zum Zeck der Auswanderung doch noch “gezüchtet”. Aus heutiger Sicht selbstverständlich der Horror.
  2. Rohstoff- und Energieversorgung “aus dem Weltall” (Import von Bio-Potenzial, d.h., von Stoff-Segregation)
  3. Künstliche Stoff-Segregation (z.B. Entzug von CO2 aus der Atmosphäre und Stoffrecycling) durch hohen Energieeinsatz.

Aus derzeitiger und der Sicht der nächsten Jahrzehnte scheiden “1” und “2” aus.

Zum Thema Pflege der Biosphäre ist in beiden o.a. Titelzeilen wertepolitisch “alles” gesagt. Unverzichtbar über die zu wählende Prozesspolitik nicht viel; denn nur Prozesse produzieren (politische) Resultate. Das Grundproblem: Es gibt Werte-Widersprüche; andererseits ist nicht alles gleichzeitig machbar. Etwa hoher Aufwand für die Pflege der Biosphäre und in Hilfe zur Selbsthilfe für die Schwächsten und in Bildung und ... Auch folgender Zusammenhang ist zu sehen: Nicht 100 % der Arbeit, kann für die Produktion von Gebrauchsgütern genutzt werden; es muss u.a. verwaltet, investiert, repariert, geforscht, ausgebildet und die Biosphäre gepflegt werden. Die gebrauchsgüterbezogene Produktivität und die Gebrauchsgüterproduktion sinken bei beschwerlichen klimatischen Bedingungen. Im Norden ist für Brennstoff zu arbeiten; im Süden muss Wasser von weit her geholt werden. Die Bedingungen können so schwierig werden, dass die Zeit für die Produktion des Lebensnotwendigen nicht ausreicht. Jedermann hat eine Vorstellung von den Lasten des Lebens in der Wüste.

Die ökonomischen Wirkungen, Umweltschutz nicht zum Nulltarif

Soll die Biosphäre bei gegebener Bevölkerung gepflegt werden, fällt die Gebrauchsgüterproduktion einer Gesellschaft. Wird heute, Wohlstand mehrend Natur verbraucht, haben später Menschen das entsprechende Nachsehen. Nicht jeder Verbrauch von Natur ist schädlich in diesem Sinne. Etwa die 3 Mia. Ton Braunkohle von Garzweiler II zu verbrauchen ist nicht schädlich, weil die Menge nicht ins Gewicht fällt und vernünftigerweise erwartet werden kann, dass später andere Energieträger “zur Verfügung” stehen. Aber die Atmosphäre mit Schadstoffen zu belasten oder durch landwirtschaftliche Kultur dem Boden die Spurenelemente zu entziehen oder über unbekannte Wirk-Ketten das Stoffgleichgewicht der Meere zu “stören” sind sehr wohl problematische “Eingriffe”. Also ist eine bestimmter Teil der verfügbaren Arbeitskraft für die Instandhaltung der Biosphäre aufzuwenden, bzw. beschwerlichere Methoden der Rohstoff- Beschafung dem Raubbau vorzuziehen. Wieviel % der Zeit? Das ist unbekannt! Aber die ethische Pflicht zur Suche des Parameters besteht allemal. Es sollte versucht werden, zu erfahren, was leistbar ist, damit die Folgen zumindest bewusst werden. .

Zur Veranschaulichung: Angenommen einer Gesellschaft von 100 Menschen in der Wüste fällt von einem Tag auf den anderen der Brunnen am Standort aus; die nächste Wasserstelle sei beispielsweise 10 Km weit entfernt. Es müssen dann beispielsweise 10 Mitglieder dieser Gesellschaft das Wasser dort beschaffen und am Standort verteilen (handeln); entsprechend wird die herkömmliche Produktion fallen. Kann die 100-Personen-Gesellschaft überleben? Sie kann, wenn trotz Ausfall eines Teils der herkömmlichen Produktion die verfügbare Gütermenge (u.a. Nahrungsmittel) noch “ausreicht”. Nicht anders stellt sich das Problem im Falle der Pflege der Biosphäre dar: Hierbei ist als Zielsetzung zu formulieren:

Biosphäre so hinterlassen, wie jeder sie bei seiner Geburt vorgefunden hat

Wie viel % der Arbeitskapazität der (Gesamt)-Gesellschaft sind nötig, um dieses Ziel zu erreichen? Mit welcher Rate soll “Abzahlung” der bereits wirksamen und noch kommenden Schädigung geleistet werden? All das weiß, offenkundig, niemand. Selbstverständlich auch nicht die Sog.Grünen ... Nicht zu vergessen, dass schon Atmen, also schiere Existenz die Atmosphäre mit dem “Klimagas” CO2 belastet.

Unbestritten sind viele Rohstoff-Vorkommen, weltweit, bereits heute erheblich dezimiert. Sie gehen bei linearer Extrapolation in Jahrzehnten zur Neige. Ob insofern eine irreversible Schädigung der Natur eingetreten ist, wird nachvollziehbar, befürchtet, ist aber nicht bewiesen. Die Menschheit sollte, der Vorsicht halber, davon ausgehen, dass Rohstoffproduktion künftig nur mit nennenswert höherem Energieeinsatz möglich sein wird. Ferner sollte davon ausgegangen werden, dass Atmosphäre und Meere heute eine antropogene Stofflast tragen, die das Überleben von Organismen erschwert und dem Gleichgewicht herkömmlicher Biodiversität zuwider läuft.

Eine vernünftige Prämisse:

Es hat bereits (erhebliche?) Schädigung der weltweiten Biosphäre stattgefunden. Sinnvolles Handeln setzt voraus, dass dies als Prämisse gerechnet od. geschätzt, also quantifiziert wird. Erst dann macht die Frage Sinn: Wie viel % der gesamt-gesellschaftlichen Arbeitskraft ist aufzuwenden, um den Wettlauf einschließlich der autoinduzierten Folgeschädigung zu gewinnen? Und wie viel Jahre wird es dauern, bis dieser Wettbewerb dann gewonnen sein wird? Bei obwaltender Vorsicht können die folgenden Fragen, da immer wieder zu stellen, als offen betrachtet werden und der voraussichtlich künftig besseren Erkenntnis entsprechend mit anderem (plus oder minus) Ergebnis beantwortet werden:

  1. Ist eine solche Schädigung bisher doch nicht eingetreten?
  2. Ist diese Schädigung eventuell vernachlässigbar?
  3. Kann der erwähnte Wettlauf bei mehr als 7 Milliarden Menschen überhaupt gewonnen werden?

Entsprechend sind Gesellschaftsvertrag und Prozesspolitik zu redefinieren.

Die Pflege der Biosphäre

Existenzielle Fragen sind die drei vorstehenden ohne Zweifel. Dennoch gibt es dazu nicht einmal den Ansatz einer Vorstellung bzw. Antwort. Aber diffuse Angst schüren und vor allem Quatschen, das geht. Und - gemessen an der unbekannten Problemlage - “irgend welche Maßnahmen” ergreifen, das geht auch. Es mag sein, dass bisher zum Thema Biosphäre verantwortungslos gehandelt wurde. Leider hat die Verantwortungslosigkeit gerade durch die heutige “Umweltpolitik”, so gesehen, sogar noch weiter zugenommen. Was wird denn “in Wuppertal” zum Thema geleistet? Staatgeförderte “Forschungsvorhaben” abspulen ... ? Hallo, die wichtige MVA steht in Köln ... Aber die so genannten Grünen verlieren Anfang Dezember 2003 ihre Zeit damit, sich über den Verkauf der MOX-Brennstäbefabrik aus Hanau zu echauffieren. En passant: Diese Aufregerei kostet ebenfalls ökonomische Kraft; Vorsicht: Nicht, dass gar die Sog.Grünen aus ökonomisch existenzieller Not gezwungen sein könnten, die ollen AKW wieder anzuschalten - damit wenigstens etwas mehr Bruttosozialprodukt das Licht der Welt erblicke ...

Die Fehler bisheriger Maßnahmen zur Pflege der Biosphäre

  • Fehlende Analyse: 7G Menschen verträgt die Welt nicht nachhaltig
  • Zielsetzung(en) viel zu vage formuliert
  • Keine Evaluierung der Alternativen zum Prozess. Kosten, Folgewirkungen.
  • Ökonomische Wirkungen nicht klar genug herausgestellt
  • Keine rationale Wahl der Prioritäten
  • Mangelhafte Projektplanung zu Technik, Kosten, Terminen (s. Energiewende)
  • Insgesamt: Opportunismus, Populismus, Angstmacherei aus ideologischer Motivation gepaart mit der Arroganz wissenschaftlich definitiven Wissens und der Attitüde, dass an deutschem Wesen die Welt zu genesen habe.
  • Starke Übertreibung der Dringlichkeit im Einzelnen
  • Harte Widersprüchlichkeit. Beispiel: Erst Decarbonisierung, dann Ende der Atomkraft

Leider also hat die Nachdenklichkeit zur Frage, über nachhaltige Pflege der Biosphäre, in den letzten Jahren nicht zugenommen. Kein Wunder, denn sozialistische Besserwisserei und ideologische Borniertheit auf dem Nährboden der politischen Zustände, die die CDU/CSU, als mächtige sog. Volkspartei zu verantworten hat, führen unbeirrbar Regie. Die aktuelle Kakophonie wird die Bereitschaft, Biosphäre tätig zu pflegen nicht fördern. Die letzten Jahre sind so zu charakterisieren: Die CDU/CSU ebnete 1982-98 den Weg zu den “verlorenen 1998ff” unter Führung der SPD. Schade um die wertvolle Zeit.

Die frühe Diskussion zu Umwelt verlief rationaler und zielgerichteter. Etwa Peter Mencke- Glückert (FDP) formulierte im Mai 1968, als Fanatiker, Kinder dieser Gesellschaft, Steine warfen, the ten commandments for earth citizens. Die Unterlage ist unverändert bahnbrechend und zeigt wie wenig zielführender Fortschritt zum Thema in 50 Jahren erzielt wurde. CDU/CSU und SPD wollten auch ab 1971 nicht. Das Weitere und die politischen Konsequenzen, bis heute nur teilweise überwunden, sind bekannt.

Zur frühen Diskussion zum Thema “Umwelt” gehört der Beitrag des Club of Rome. Auf Basis eines aus heutiger Sicht schlichten Modells hatte Dennis Meadows die Vorlage für die Tagungen des Club of Rome (1968-72) geliefert: In wenigen Jahrzehnten wären laut der Prognose dieser Jahre die meisten Rohstoffe zur Neige gegangen. 1972 wurde “Die Grenzen des Wachstums”, zweifellos Meilenstein, veröffentlicht.

Liberale wollen das Verursacherprinzip seit 1971. Liberale wollen nicht, dass die mit dieser Begründung bezahlten Steuern zum Stopfen der Löcher im Sozialetat verwendet werden; denn wenn es dereinst wirklich ernst wird, wäre noch einmal zu zahlen. Unter der Führung der SPD wird Umweltschutz angesichts hoher, insofern wirkungslos aufgebrachter Mittel daher auf das Nachhaltigste desavouiert. Bleibt noch die Frage, ob die Sog.Grünen, die für sich die Inkarnation der Ökologie beanspruchen, tatsächlich und mit allen ökonomischen Konsequenzen das Prinzip der “aufgeräumten Festtafel” umsetzen wollen. Denn ob 1998- 2000 und 2011 ausgerechnet der gesetzliche Auslauf des “Atomzeitalters” das wichtigste umweltpolitische Vorhaben sein musste, erscheint eher fraglich. Konservieren der Natur durch Provokation der Konservativen und opportunistisch komponierte Masche für das allgemeine Wahlvolk kann der politische Prozess nicht sein; statt dessen findet real praktizierte politische Lüge sehr wohl statt - Verelendungsstrategie oberschlauer Post- Marxisten kommt als typische Prozesspolitik pro Sozialismus.

Abhilfe? Nur eines: Echter, eben nachhaltiger Liberalismus. formuliert in Freiburg 1971
 

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