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“CDU/CSU”

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13.09.17 / 16.08.17

interkonfessionell-christlich und sonstige Wurzeln

Nach der Reformation legten die Fürsten in ihren Herrschaftsbereichen die Konfession der Untertanen fest. Bismarck verstärkte die politische Segregation der christlich Gläubigen im politischen Spektrum. Damit begannen insbesondere katholische Christen sich im heutigen Sinn parteipolitisch zu formieren.

Nach dem 2. Dreißigjährigen Krieg (1914-1945) gab es neben sehr geschwächten Liberalen nur zwei zu politischem Wirken fähige Kräfte: Christen und Sozialisten.

Seit Aufklärung und Säkularisierung wurde Herrschaft immer weniger religiös getragen. Angesichts der geistigen Verwüstungen ergriffen vielerorts Personen christlichen Glaubens politische Initiative und schlossen sich nach und nach in einem ungeordnetem Prozess im Oktober 1950 schließlich zur heutigen CDU zusammen. Nachdem die SPD bereits 1945/46 ihre Aktivität wieder aufnahm und die FDP im Dezember 1948 gegründet wurde, fiel der CDU die konservative Rolle, zu der sich auch heute noch bekennt, quasi automatisch zu. Ihr Pendant in Bayern wurde in gleicher Weise schon Ede 1945 ausgerichtet.

Laut Grundsatzprogramm definiert sich die CDU “als „Volkspartei der Mitte“ und bekennt sich zu ihren christlich-sozialen, liberalen und wertkonservativen Wurzeln. Orientierungsmaßstab ist das christliche Menschenbild und davon ausgehend die drei Grundwerte „Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit“ (1) Mit Ziel parasitär vom Glauben vieler Wähler zu profitieren verstößt die CDU/CSU damit gegen das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche. Es wird damit vorgeschoben ihre Arbeit in Staatsverwaltung und Gesetzgebung werde christlich sein, was die maßgebenden Leute nicht einmal privat durchhalten. Implizit wirkt die fettgesetzt o.a. Aussage obendrein diskriminierend gegen Anhänger anderer Religionen oder Nicht-Gläubige. Ergänzt um den nicht erfüllbaren Anspruch der eierlegenden Wollmilchsau zementiert die CDU/CSU damit Heuchelei als Parteiräson mit all den negativen Konsequenzen Unverbindlichkeit, fehlenden Widerstand gegen den Impetus der Sozialisten, schließlich politische Verdrossenheit der Millionen und das Aufkommen des national orientierten Sammelbeckens der aFd.

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(1) Dies gilt nuanciert in gleicher Weise für den Landesverband Bayern der der insgesamt hier als CDU/CSU bezeichneten Partei formal nicht angehört, aber nach feiner bundesdeutscher Manier fehlerhafte Gesetzgebung in Vorteile umzumünzen weiß.

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