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09.08.20 ... 31.12.07

 

Wissen und Erkenntnis: Abgrund der Unwissenheit

- Wie Gedanken-Experimente zu Thesen kondensieren -

Instinktiv, philosophisch oder rational wussten die Menschen schon immer, dass ihr Dasein von Unwissenheit begleitet, gar geprägt wird.

399 v.Ch.:

Sokrates sinngemäß: “Ich weiß, dass ich nichts weiß”. Meister Sapiens hatte erkannt, als solcher die Bühne betreten zu haben.

2020:

Seit 399 v.Ch. haben u.a. zahllose Philosophen und Physiker Archive mit Analysen und Überlegungen zum Thema Relativität ggf. Fehlerhaftigkeit von Wahrnehmung, Erkenntnis, sogar mit Erkenntnistheorie - Theorie über das Sein und die Transformation des Unbekannten in Wissen, idealerweise als Wahrheit - geradezu inflationär gefüllt. Es ist müßig, auch nur zu versuchen, das heute (eher zufällig (noch)) gültige Erkenntnis-Konzentrat als Kurzfassung zu bringen.

Die Menschheit wähnt sich mit gewissem Recht auf ihrem Gipfel des Wissens. Der Blick vom Gipfel zeigt jedoch nichts als Abgrund. Gibt es Wissen, muss es nämlich
Nicht-Wissen geben, vermutlich sogar viel Unwissenheit über Fakten, die nicht in Wissen umgewandelt sind, das Verhalten des Menschen also nicht beeinflussen. Oder gibt es solche Fakten doch? Es würden dann Fakten Verhalten beeinflussen, nur weiß “es” “niemand”. Die Menschheit kann ja nicht wissen, was sie nicht weiß, also auch nichts über den Umfang ihres Unwissens. Vom Gipfel des Wissens bis zum Horizont und dazwischen ein Wust von Aussagen, viele davon Mutmaßungen, Dschungel statt Wiese.

Was ist zu tun? “Philosophieren”, erscheint angesichts von Unendlichkeit hochtrabend. Ein gedanklicher Spaziergang bringt ebenfalls Einsichten, so lange ein gelegentlicher Blick auf Realität unproduktives Abheben vermeidet.

Ein wenig Klarheit wird gewonnen, wenn das Problem der Unwissenheit aus verschieden Blickwinkeln, also unterschiedlichen gedanklichen Ansätzen betrachtet wird. Mathematische Symbolik und Ausdrucksmittel vermindern die Text-Menge, wodurch Übersicht und Verständlichkeit verbessert werden.

 

A: Herangehensweise in mathematischer Diktion

Zunächst ist zu fragen: Was wissen wir „darüber“?

          Hierbei sei der durch die Unendlichkeit des Universum dem Fragenden auferlegte ebenfalls unbekannte Teil des Abgrunds bei der laufenden Herangehensweise ausgeklammert.

Sokrates hat (noch heute) Recht. Denn klar ist, dass jede Aussage, sog. Wissen, y eines Menschen zunächst eine Funktion,

y = f ( Y ),                     y Y, das Gesamtwissen, ein Zustand, der Menschheit

ist. Diese Funktion ist rekursiv, weil spätestens zum Zeitpunkt ihrer Generierung die Aussage y selber Element von Y wird.

Menschen würfeln

Die Aussage y hängt hierbei spezifisch von der Absicht der Aussage, d.h., dem Willen Zustand ändernd zu handeln, ab. Absicht ist eine multivariable Funktion des aktuell verfügbaren Wissensbestandes x Y und ggf. zusätzlich eines Input-Vektors (v) hoher, besonders unbestimmter Stellenanzahl mit Parametern aus der sozialen Umwelt.

Absicht = f { xi Y , ( vj  ) },                   i=1,n und j=1,m

Also, radikal vereinfacht dennoch, unerklärbar also unverstanden:

y = f ( Y, f { xi Y , ( vj  ) })

Zutreffende Aussagen etwa über die äußere Beschaffenheit eines Körpers sind einfach zu gewinnen. “Der Hut hat drei Ecken.”

Im Fall der Beschreibung von Gefühlen gibt es erste Schwierigkeiten Wissen zu erlangen und zu kommunizieren. “Ich mag Süßes.” Wie süß? Seit wann? Zu jeder Tageszeit? Die Aussage ist, da zeitbezogen und graduell eine flüchtige. Unwissenheit wird reduziert aber nicht  überwunden.

Schwierig bis unlösbar zu realisieren ist das Vorhaben, (vollständige) Aussagen über die eigenen Wissensbestände zu erzeugen. Eine Aussage über die Gesundheit der Rinder auf der argentinischen Pampa wird, wenn sowohl die Kenntnis über Veterinärmedizin und des Zustandes der Pampa nur vom Hören-Sagen-Lesen bekannt ist, sinnvollerweise auf Prämissen gestützt. Etwa “Rinder ... unter der Voraussetzung, der Beschreibung gemäß Dokument xyz (1), wobei unter Dokument auch das lediglich Gesehene oder Gehörte zu verstehen ist. Es bleibt Ungewissheit, ob die Prämisse zutrifft und trägt. Die explizite Prämisse verbessert zweifellos die Nachvollziehbarkeit einer Aussage, weil Aussagen ohne Prämissen der Fahrt in tiefem Schlamm gleichen.

Die Verhältnisse verkomplizieren sich weiter, wenn Aussagen über eigenes Wissen generiert werden (2). Das Sokrates-Zitat muss folglich so variiert werden:

Ich weiß nicht einmal, was ich weiß (3)

Kann also - weitergehend ! - ein Anderer gar besser wissen, was Kenntnis und Absichten des betrachteten Individuums sind? Und: Woher die Arroganz, das (eigene) Wollen in des anderen Sollen und ggf in dessen Wollen umzuwandeln?

So gewinnt das Individuum Wissen

Alle Individuen speichern über ihre Sinnesorgane unentwegt zusätzliches Wissen (Information).

Das Wissen zum Zeitpunkt „t“ umfasst auch Kopien von in der Vergangenheit erzeugten Aussagen (Dokumenten). Die Parameter dieser Dokumentensammlung sind (a) der Prozess des Entstehens (geträumt, gedacht, gesprochen, geschrieben und andere), (b) der Zeitpunkt und (c) der Inhalt. Wissen-Gewinn wird von Kontexten beeinflusst

Wissen wird aber auch vergessen; akut oder sogar chronisch. Der Ablauf ist interindividuell uneinheitlich; der Selektionsprozess ist komplex. Beides kann kaum oder gar nicht nachvollzogen werden. In der Psychologie wird der diskrete Unterschied von Instinkt, Unterbewusstsein und Bewusstsein postuliert. Möglicherweise sind die Übergänge jedoch fließend.

Ohne Weiteres einsichtig ist, dass die Relation zwischen Input und Output,

output = f { xi ( inputj ) },

funktionell, individuell und durch eine große Zahl von Variablen bestimmt wird; sie sind überwiegend mitnichten erkannt (4) . Und zusätzlich wird die menschliche Wissensfähigkeit durch das Erkenntnis begrenzende Prinzip der Unschärfe verbogen. Sokrates hat vermutlich nicht gewusst bzw. konnte nicht wissen, dass er so weitgehend Recht hat.

Physik und Information. Blitzlicht auf das Universum

Auf der an beiden Ende offenen Skala vom Makro- bis zum Mikrokosmos “wissen” wir, kennt die Menschheit nicht einmal ihre Lage. Unten-Mitte-Oben? Das nicht nur, weil die Skala beidseitig offen ist, sondern weil schon der Versuch, diese Lage zu bestimmen, mit der Absicht vergleichbar ist, das Metermaß mit sich selbst zu messen.

Geht man von der Prämisse aus, dass Wissen/Information an Materie gebunden ist und von Materie bedingt wird, dessen Organisation/Systematik aber unbekannt ist (bleiben wird?), dann wird als schattenhafter Gedanke der immense Umfang des Kosmos der Information geahnt. Die Wahrscheinlichkeit der Gleichheit von 7,5 Mrd Menschen geht gegen Null. Wollte ein Individuum das andere real-funktionell nur verstehen, scheiterte diese Absicht schon daran, dass die in einem Menschen gespeicherte Information auf den anderen nicht vollständig übertragen werden kann. Die existierende Fakten-Menge und das entsprechende Unwissen werden potenziert.

Zwar ist die Menschheit der Idee des Atoms schon lange auf der auf der Spur; das Gleiche gilt für die Prinzipien der Himmelsmechanik; aber von Datenverarbeitung verstanden die Leute „früher“ nicht viel.

Zum sokratischen Unwissen kommt das heute bessere Verständnis des begrenzten menschlichen Verständnispotenzials und der begrenzten menschlichen Verständniskapazität hinzu.

Was also wissen die Menschen über „sich“, die Gesamtheit der Einzelnen?

So gut wie nichts, bzw. weniger apodiktisch: nicht viel.

Was folgt Tag aus, Tag ein aus alledem? Vereinfachung, der Kontrolle, gar Steuerung geschuldet?

Operative Politik, Prozesspolitik, kann und soll sich mit philosophischen Fragen nicht aufhalten. Hilfreich und weitergehend sinnvoll ist die philosophische Grundlage aber durchaus.

Es geht in der operativen Politik im wesentlichen um Kategorien wie Wahrheit, Vernunft, Zweckmäßigkeit, Wollen, Zwang, Freiheit, Mehrheit, Minderheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Prozesspolitisches Resultat sind unvermeidlich flüchtige (s.o), d.h., zeitgebundene, sog. dynamische Aussagen der Verabredung, dem Gesellschaftsvertrag. Schlagen bei dieser Idee alle Menschen die Hacken zusammen?

Sicherlich Grenzfälle, sind auch der Bienenstock, der Termitenhügel, der Ameisenbau jeweils samt Einwohner eine Gesellschaft. Wahrheit, Vernunft, usw. ergeben sich in solchen Gesellschaften durch das Prinzip der vergleichmäßigenden Einfachheit: Alle außer der Königin sind gleich. Die Überlebenschance des Fischschwarms steigt, weil sich alle Mitglieder solcher Gesellschaft gleich verhalten. Stunde der Raubfische. Überleben im Schwarm die Individuen mit dem besten Glück oder ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der “ganz Schlauen” höher? Auf der versimpelten Skala vom letzten Sozialisten bis zum letzten Nationalisten will sicher niemand eine menschliche Gesellschaft à la Bienenstock oder Fischschwarm. Es stirbt die Illusion doch zu verstehen bzw. doch zu wissen.

Die Frage des angemessenen konzeptionellen Soll-Abstandes zwischen “Bienenstock” und Gesellschaft der Menschen ist nicht entschieden, nicht einmal Versuche der Antwort (5) gibt es . Also “wissen die Menschen” (auch das) nicht (6). Konsequenz: Was “die Menschen nicht wissen”, können/sollten “sie nicht entscheiden”.

Es ist falsch, die Tatsache der biologischen Schablone des Menschen in die Sphäre des Denkens, des Geistes der Individuen zu übertragen, zu extrapolieren. Neben kleinen biologischen Unterschieden der Individuen, haben die gewesenen Erlebnisse, ihre Sequenz, Arbeitsteilung, Wohnort und der Einfluss der Eltern eine ausgeprägte geistige Diversität zur Folge; es scheint sich diese Diversität in der Generationen-Folge zu akzentuieren.

Das Ziel „Ungleichheit im Ergebnis“ aufzuheben, ist folglich eine menschenfeindliche (7), selbstzerstörerische (7) und menschenunwürdige Handlung (7). Genau genommen wäre das der Gipfel menschgewordener intellektueller Arroganz. Wie kommt es zu Sozialpolitik? Simpel: Frieden, aber angesichts der Notwendigkeit zu erwerben eingehegt. Allerdings ist nichts determiniert.

Epilog zur umgangssprachlichen Herangehensweise

Also Unwissen, Unwissenheit wohin auch immer das Auge blickt.

Unter dieser Bedingung machen Mitmenschen, überwiegend sog. Politiker - die nicht sein lassen können, die Tatsachen der Unwissenheit zu ignorieren - “Politik”.

        Sie kommen als Leser - gedanklich - in ein Labor. Angenommen, es gäbe Computer, die noch besser denken können als Menschen. Wären die Versuchskaninchen bereit, diesen Maschinen die politischen Entscheidungen zu übertragen? Es sei ihnen erlaubt, den Umstand zu verschweigen. Sie könnten Propaganda mit ihren Fähigkeiten machen, ihre Fehler sozusagen maschinell ausbügeln lassen, bessere „governance“ vortäuschen. Na? Ihre Antwort wäre garantiert ein empörtes „Nein“. Auch dann, wenn die Bevölkerung davon Vorteile hätte? Wohl auch dann “nein”; sie würden die Angst verbreiten, dass der Computer doch ausfallen könnte und ... überhaupt: die Regeln (8) nach denen der Computer entscheidet, sind doch unbekannt ... Ach wie süß.

Aber die „gemeinen“ Menschen, genauso von Unwissenheit „betroffen“, wie alle diese oberschlauen „konservativen“ bzw. „sozialistischen“ Politiker sollen sich dem Diktat (9) dieser „Demokraten“ beugen … Scheißspiel, denn bessere Politiker zur Führung des Staatskomplex gibt es nicht; sind sie im Amt, müssen sie als erstes sich selber regieren - in dieser Demokratie - andernfalls wären sie keine Politiker. In Anlehnung an den argentinischen Komiker Moldavski: “Wer sagt, dass er nicht lügt, lügt”. Andersrum, wer sagt, dass er Wahres sagt, lügt. Und wer belegt, dass Führen ohne zu lügen (10) funktioniert, bekommt postwendend den Nobelpreis für Kosmologie.

Beim Schauspiel “Wahldampf” werden sich die Menschen auf den Rängen durchaus ihre Gedanken machen ... Einige wählen sozialistisch, andere nationalistisch. Und dazwischen thront die CDU/CSU - voll damit ausgelastet sich die Liberalen vom Leib zu halten.

 

B: Qualitative Herangehensweise mit einem Modell

- Das Universum ... und obendrein noch die soziale Wirklichkeit -

fakten-wissen-im-kosmos-590

          Erklärung der Graphik : Es wird hier unterstellt, dass sich das Universum 10**99 m weit ausdehnt. Es gibt keine Objekte kleiner als 10**(-99). Die Menschheit besteht im und kennt im Wesentlichen den Midi-Kosmos der Größenordnung << 1,0 m << 13,6 G Lichtjahre. In der Dimension etwas kleiner als 1,0 m sind im o.a. Bild von a+b Fakten den Menschen nur a bekannt, b werden als Unwissen bezeichnet. Die Glockenkurve soll darstellen, dass von bestehenden Fakten in den kleinen und großen Dimensionen die Menschen keine Kenntnis haben. Für die Wahrnehmung von Fakten im Mikro-Kosmos sind Organe / Instrumente (bestehend aus Atomen/Quarks) zu grob; im Makro-Kosmos dagegen verliert sich die Menschheit mit seinen relativ zu feinen / kleinen Organen (bestehend aus Atomen/Quarks)

Die Anzahl A aller bestehenden Fakten ist sicher groß. Ein kleiner Teil davon nämlich a=f(D) ist (unstrittig) bekannt. Schließlich gehören das Individuum, die Gesamtheit aller Individuen, als Teile zu einem Ganzen. Unbewiesene These: Das untergeordnete Teil, kann das übergeordnete Ganze, schier Endlose, etwa ein Universum, nicht kennen oder gar verstehen. Nicht einmal das Wissen über den (“ihren”) Midi-Kosmos besitzt die Menschheit vollständig. Kennt die Menschheit überhaupt die konstitutiven, d.h., wichtigsten Fakten des Midi-Kosmos? Werden diese Fakten gar im undurchdringlichen Mikro- und/oder Makro-Kosmos gesetzt? Hinzu kommen die Fakten der sozialen Sphäre; insbesondere die des informationellen Kosmos, der nur bis einschließlich Gegenwart nicht unendlich ist, nach der Gegenwart allerdings inflationär nach unendlich geht. Das Unwissen über die soziale Sphäre wird gemäß sowi Unschärfe noch verstärkt untermauert.

Im Lauf der Geschichte verschieben sich einzelne Stücke der Glockenkurve in diskreten Schritten allmählich nach “oben”. Für keine Dimension des Universums wird die Glockenkurve die gestrichelte, horizontale Linie je erreichen. Die Menschen wissen wie Sokrates, dass sie nicht viel wissen. Und sie ahnen, dass sich das nie ändern wird, daher von genau diesem Umstand ausgehen sollten.

Wie selbstverständlich liegt dem Beitrag zum Abgrund, gar Vakuum von der Unwissenheit eine Intention zu Grunde. Nach A: und B: liegen Verhaltensempfehlungen, nicht Ideologie, auf der Hand:

  1. Demut, Freiheit zu irrem und Toleranz ebnen die Wege
  2. Liberalität à la FDP vermeidet die unfruchtbar harte Konfrontation mit theoretischen Konstrukten
  3. hierbei eingehegt durch Rücksicht dem Anderen. Vom Armen bis zum Reichen.
  4. Praxis von aktivem Friedenswillen ist geboten. Besonders Sozialisten (u.a. die Mehrheit bei den Sog.Grünen), auch Konservative und Nationalisten begründen aber ihr Handeln ideologisch (u.a. marxistisch). Ideologie ist dann Konstitut des Ich, wird deswegen mit Zähnen und Klauen verteidigt und hat so im Verhältnis zu Friedenswillen die höhere Priorität. Totalitäre Perspektive ist die Folge.
  5. siehe des Weiteren insbesondere Gesellschaft und Liberalismus

 

C: Herangehensweise über Mengenlehre

Definitionen:

Wissen ( W ) besteht aus dokumentierten oder nur bewussten, meist interindividuell (an-) erkannten Fakten ( F ). Dazu gehören auch unzutreffende Aussagen, sog. Irrtümer ( I ). Alle unbekannten Fakten seien unter dem Begriff Unwissen ( U ) zusammengefasst. Ob einem Faktum der Rang W - ggf. als I - zuerkannt wird, kann strittig sein.

Da im Rahmen aller Fakten die Kategorien U, W und I prozess-bedingt untereinander mutieren, lohnt die felgende Darstellung:

FUWI-Diagramm

Hypothetisch und von außen betrachtet, wabert die Menge aller F. Aufgrund der großen Anzahl F handelt es sich um ein leichtes wabern der relativ wenigen W einschließlich der I. Es gibt hierbei diese Prozesse, typische Mutationen:

      Lernen:                    U → W  einschließlich  U → I 

      Vergessen:              W →  U einschließlich  I →  U

      Fehler erkennen:    W →  I

      Irrtum Widerlegen:   I →  W

Es gilt zusammenfassend:

Vereinigung der I ist Teilmenge der vereinigten W, ihrerseits eine kleine Teilmenge der vereinigten F

Menge der U ist Menge der F minus Menge der W. U ist - vermutet - unendlich zahlreich.

Das “Verhältnis” von U, W und I wabert unvorhersehbar, hierbei oftmals intentional bei zeitlich und sachlich schwankender Intensität. Nur wenige Gesetzmäßigkeiten sind bekannt. Einsichten hierzu werden in der Erkenntnistheorie zusammengestellt. Das Prinzip der sowi Unschärfe steht dem Erfolg jedoch im Weg. So viele Individuen es gibt, so unterschiedlich sind die inter-individuellen Verhältnisse. Jedes Individuum wird durch einen “eigenen” spezifischen Fußabdruck charakterisiert. Der wird umgangssprachlich im Verhältnis zu Anderen als Meinungsverschiedenheit charakterisiert, gilt als Quelle von Konflikten und wird bekanntlich verschärft, wenn die Menge der Ansichten zunimmt oder sogar segregiert.

Ergebnis wie zuvor in A: und B: Die Überlegungen konvergieren nicht, führen in das Unendliche. Gruß an Sokrates.

 

D: Es sollte demütigerweise schließlich davon ausgegangen werden, dass die “Herrschaft” (11) im Universum (M-M-M- Kosmos) von Unwissenheit “ausgeübt” wird.

Mit einem schärfer gezeichneten Beitrag über die Unwissenheit ist zu rechnen.

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(1) Auf Prämissen basiertes Denken ist nicht populär. Dies, könnte am Umstand liegen, dass die gefallene Prämisse zum Ersatz von dadurch obsoleten Wissensbeständen durch anderes Wissen führt und - das Entscheidende - anderes Verhalten geradezu erzwingt. Das ist unbequem; auch weil das gesellschaftliche Beziehungsgefüge sich ändert, damit auch der bisherige Status des Individuums in Frage steht.
(2) Einfaches Beispiel: Ich kaufe/verkaufe meine Aktien. Der Mensch, selbst ernannt Krone der Schöpfung, verlangt vielfach: „Der Staat muss eingreifen, um Kinder zu schützen“
(3) Auch Jesus Christus, Philosoph der Zeitenwende hat an dem Thema gearbeitet: „Verzeihet Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Noch 1600 Jahre später gab es Neuigkeiten, denn René Descartes toppte mit „cogito ergo sum“. Daher sind 2007ff all die Oberschlauen zu fragen: „Na, ... Ihr?“
(4) Die Frage nach der Größenordnung der Anzahl von Variablen, lässt sich spekulativ so beantworten: Entweder geht die Anzahl monovariabler Funktionen oder die Anzahl der Variablen der einen Funktion nach unendlich. Sogar die Frage nach dem Ontos liefert als Prozess der Informationsverarbeitung unterschiedliche Ergebnisse.
(5) Die Tatsache, dass gegen die Abfolge gleichmacherischer Regulierungspolitik kein Aufstand der Massen erfolgt, liegt daran, die Mehrheit der Individuen die Folgewirkungen nicht durchschaut.
(6) Obwohl Einige vorgeben, diese Ansicht nicht zu teilen, also sehr wohl zu wissen meinen. Sie fragen in Deutschland “In welcher Gesellschaft ich/wir leben will/wollen” und großsprecherisch beispielsweise in Argentinien “¿En qué sociedad queremos vivir?” Dies zu wissen mit Adjektiven wie naiv, einfältig, primitiv, minderwertig zu kennzeichnen qualifiziert das Verhalten “es doch zu wissen” noch wohlwollend.
(7) Sozialpolitik ist eine andere Baustelle, wird hier mit Absicht nicht behandelt.
(8) Versetze man sich in die Lage eines Sozialisten oder Konservativen: Schon der Gedanke, dass ein böser Liberaler ... muss dem “Betroffenen” jeden Schlaf rauben. Und außerdem: Was ist mit meinem Arbeitsplatz? Die Bevölkerung? Die hat immer einen Arbeitsplatz: Ggf. In Sibirien, Irak, Bautzen, Guantánamo ... Kuba oder Venezuela.
(9) Selbstverständlich gibt es „Gedanken aus dem Volk“, die die Geschäftsführer des Staatskomplex aufgreifen, umsetzen. Das sind jedoch Ausnahmen …
(10) bewusst und absichtlich die Unwahrheit ausspricht, dadurch behauptet.
(11) Falls das Universum besteht , muss (?) es das übergeordnet (herrschende) Prinzip geben. Bestimmen also die Menschen?

 

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