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multivariable Gebilde

übergeordnete Ausführungen zu Multivariabilität

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zu
Systemtheorie
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Multivariabilitaet

verteilte Merkmale

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weitergehende
Ausführungen zu
Multivariabilität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.08.17 / 31.12.07

Multivariabilität verschärft die durch sozialwissenschaftliche Unbestimmtheit bereits begrenzte Erkenntniskapazitä

Einführung durch etwas Mathematik

k = 1; Die Zeichenfolge bedeutet, dass k gleich 1 ist. “Immer”.

x = 1; Damit wird angedeutet, dass x auch andere Werte annehmen kann

x + y = 1; Die Variablen sind nach Maßgabe der Gleichung von einander abhängig. Jedem Wert von x entspricht nach dem Gleichungsgesetz ein Wert von y. Die Gleichung hat einen Freiheitsgrad. Wird x etwa auf 2 festgelegt, dann kann der Wert von y nach dem Gesetz der Gleichung nur -1 betragen. Das System “x+y=1” verliert aber seinen Freiheitsgrad.

x*y*z = Volumen. Im Würfel der Kanten x,y und z soll - weil der Gesetzgeber es so für die Gesamtheit der Gesellschaft bis auf Weiteres so verabredet hat - exakt 1 Liter Wasser aufbewahrt werden. Wird “vom Gesetzgeber” weitergehend verabredet, also verbindlich für alle vorgegeben, dass x und y jeweils 1 cm lang sein sollen, dann hat der Designer keine andere Wahl als einen Behälter zu konstruieren der 1000 cm (z) hoch ist, soll 1 Liter Wasser darin aufbewahrt werden. Das System bestehend aus Konstrukteur und Behälter hatte bezüglich der Aufgabe 1 Liter Wasser aufzubewahren keinen Freiheitsgrad. Legt der Gesetzgeber in seiner grenzenlosen Weisheit fest, dass der Behälter 1 x 1 x 1 cm groß sein soll, dann kann das System aus Konstrukteur und Behälter gar nichts tun. Das System wurde vom Gesetzgeber überbestimmt; die gewollte Absicht ist nicht realisierbar.

Ein Tisch, der ausschließlich aus rechtwinkligen Elementen gefügt werden soll wird durch 10 Variablen definiert:

v1 = Länge der Tischplatte
v2 = Breite der Tischplatte
v3 = Stärke der Tischplatte
v4 = Höhe der Tischbeine
v5 = Stärke der Beine in der Längsrichtung des Tisches
v6 = Stärke der Beine in der Breitenrichtung des Tisches
v7 = Abstand der Beine in der Langsrichtung des Tisches
v8 = Abstand der Beine in der Breitenrichtung des Tisches
v9 = Stärke der Elemente, die die Beine untereinander verbinden
v10=Breite der Elemente, die unmittelbar unter der Platte die Beine untereinander verbinden

Im Fall des Systems aus Konstrukteur und Tisch gibt es einige Restriktionen, die sich aus der Logik “Tisch” ergeben:

(v1 > 2*v5 + v7 oder v2 > 2*v6 + v8) und v10 < v4 müssen erfüllt sein

andernfalls ist die Funktionalität “Tisch” nicht darstellbar. “Naturgesetze” übertreten zu wollen, hat sicheres Scheitern zur Folge. Gleichwohl hat das System großen Spielraum für die Wahl der Variablen-Werte. Ist nun vorgegeben, dass an einem konkreten Tisch 14 muntere Trunkenbolde bequem und sich nicht übermäßig störend untergebracht werden sollen, ergeben sich weitere Restriktionen. Der Umfang des Tisches muss dann mindestens ca. 10 m (14 x 0,7) betragen, was mit einer Platte von 2 x 3 Meter darstellbar ist. Außerdem ist vernünftig, die Beine möglichst Nahe an den Ecken der Platte anzuordnen, damit die Bolde in ihrem Alkohol-Wahn den Tisch nicht kippen; ob der Gesetzgeber oder die jeweiligen Konstrukteure solche Vorsorge treffen sollen, ist unter Liberalen mit Sicherheit kein Diskussionsthema.

Multivariabilität kann nicht überwunden werden

Schon die Wortwahl im Vorstehenden deutet an, dass  es darauf ankommt: zu erkennen, wie ähnlich die Verhältnisse in den sogenannten sozio-technischen Systemen, aus Individuen, der Gesellschaft plus Institutionen plus technische Natur sind. Allerdings in zigfacher Vielfalt und Komplexität. Das Prinzip der Unbestimmtheit überwölbt und die Realität der verteilten Merkmale wie das Problem der Unwissenheit hindern unabhängig vom Umstand, dass das Sujet der operativen Politik unüberwindbar ein multivariables Gebilde bleibt, es zu verstehen.

Wird dennoch dem Publikum täglich aus dem Munde von Konservativen und Sozialisten vorgetragen, was wahr und richtig und gut und schön für die Menschheit zu tun ist? Über den Input als jeweiliges Milliarden-Euro-Paket ist viel zu lesen; nichts aber über einen spezifizierten Output. Das sollte den Politikern nicht übel genommen werden, denn das was sie suggerieren, kann grundsätzlich nicht geleistet werden.

Die Praxis der großen Vereinfacher: Erstens

Schon das alte Alexandria sei nicht regierbar gewesen, ist in Berlin zu erfahren. Logo, ist die heutige Gesellschaft singulär unregierbar, wäre erste Konsequenz, dass viele der Hochmögenden den Job verlören. Eine Sorge seit Methusalem. Aber der Versuch Regierbarkeit dadurch herzustellen, dass die Menschheit, vereinfachend, mit dem Rasenmäher “gleichgeschaltet” wird, ist eine unangenehme Vorstellung. Nicht einmal “die Obdachlosen” wollten solcherlei Gleichschaltung ... sie wissen nämlich, dass dann die Ausgabestelle für Schaufeln und Mistgabeln häufig zu besuchen hätten. Im Extremfall würde Königin-Merkel das Bundeskapinett dichtmachen, um ... Es sollte sich jedermann bildlich vorstellen, wie die Damen und Herren ... Stimmt, in der Koalitionsvereinbarung ist das so nicht festgelegt. Was aber steht im StGB zum Thema “Versuch” - etwa wider die Naturgesetze?

Die Praxis der großen Vereinfacher: Zweitens

“Gleichschaltung” ein alter NAZI-Begriff ist natürlich “political incorrect”. So also geht es nicht. Bewährt hat sich seit dem Altertum die Methode, die Freiheit der Individuen einzuschränken. Die wesentlichen Instrumente noch heute: Steuern, Abgaben zur Sozialversicherung, Staatsverwaltung zur Daseinsvorsorge, Staatsbildung, Teile des Straf-, Zivil- und Wirtschaftsrechts, um das Wesentliche zu erwähnen.

Blinde Kuh spielen

Freiheitsminderung, -einschränkung oder -verlust haben - jenseits von Pathos - die Wirkung, dass das System mit seinen Millionen individuellen Akteuren - ähnlich dem mathematischen Gleichungssystem - seine Reaktionsfähigkeit verliert. Das System erstarrt und wenn der Druck auf die Individuen steigt, nimmt die Wahrscheinlichkeit von zerstörerischem Ungleichgewicht zu - auch dann, wenn zuvor degenerative Lähmung, d.h., Symptonlosigkeit beruhigende Gefahrlosigkeit nahe legte.

Nüchtern ist zu konstatieren, dass das falsche Menschenbild darüber hinaus falsche, kontraproduktive Systementscheidungen hervorbringt. Der monströse “Gesundheitsfond” - vom Konservativen Herrn Volker Kauder (CDU/CSU) um Ostern 2006 erstmalig in Umlauf gebracht, später für der Gesundheitsbranche bis heue aufgestempelt - ist ein Beispiel.

Jene, die nicht von ganz unten sind, werden mit belustigter Spannung auf den Rängen sitzen, um zu beobachten, was noch geschehen muss, bis die führenden Leute bei Konservativen und Sozialisten zur Räson kommen und Vielfalt akzeptieren.

Fett den Liberalen?

Das ginge so. Seit dem Geschichte geschrieben wird, ist schon so viel Unfug geschehen, dass wir uns über das Aufkommen sozialistischen Gedankengutes eigentlich nicht wundern müssen; schon gar nicht darüber, dass Sozialisten und Konservative sich seit dieser Zeit einander gekonnt die Bälle zuspielen. Ein Unfug mehr oder weniger wird den Untergang des Abendlandes nicht besiegeln, nicht einmal beschleunigen. So gesehen, war die Aufklärung bis heute eine völlig unzureichende geistige Brise, die nicht einmal durch ein Ereignis wie das von 1789 als gedanklichen Feuersturm des Fritz von Schiller das Werk vollenden ließ. Ob JW von Goethe mitgelöscht hat? Otto von Bismarck auf jeden Fall.

Liberale wissen all das. Von ihnen wird noch viel abhängen. Das ist schon “das Fett”.
 

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