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12.09.26 / 04.09.26, ursprüngliche Versionveröffentlicht unter aktuell / Deutschland / 20.04.26 / 18.04.26 Weisheiten & Werte in der horizontalen Gesellschaft   

 

Die freiwillige Pflicht von fünf Tugenden ...

Es handelt sich um den Leitfaden für persönliche optimales Verhalten in der heutigen, hoch- arbeitsteiligen Gesellschaft

Liberalismus wie Sozialismus und Konservativismus werden in den LN auf Metatheorie extrem konzentriert dargestellt, sind auch deswegen bezüglich individuellem Verhalten zu ergänzen, dies jedem werte-  und prozesspolitischem Gesellschaftsvertrag gar voran zu stellen. Nicht auf die “gute Gesellschaft”, sondern auf das “gute individuelle Verhalten” kommt es an. Individuelles Verhalten ist die unverzichtbare Voraussetzung für die Tragfähigkeit / Umsetzung der Menschenrechte, von politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen, kulturellen und sicher weiteren hilfreichen Verabredungen.

Kurz gefasst: Erst tugendhaftes Verhalten ermöglicht die gute, reae Gesellschaft.

Die folgenden fünf Tugenden sind von der Mikro- zur Makro-Soziologie aufsteigend (nacheinander) gelistet. Es gibt zum Netz stark rückgekoppelte Wirkungen. Ihre Wahl ist ausschließlich empirisch begründet, setzt keinen spezifischem Glauben / Ideologie voraus. Jeder kann sich diese Tugenden zu eigen machen, ohne seine politische Meinung oder Glauben zu kompromittieren oder aus Gründen von Widerspruchsfreiheit verändern zu “müssen”

 

  1. Demut (neu im Canon)
     
    • Niemand weiß Alles, kann außerdem irren, (sog. Binsenwahrheiten)
    • daraus folgt zwingend, Alle sind Gläubige. (sog. Binsenwahrheit)
    • Nicht erfüllter apodiktisch vertretener Glaube erhöht die Gefahr von Willkür und / oder Gewalttätigkeit. Beispiele: christliche Diktatur im Mittelalter, Nationalsozialismus und Faschismus, Putins Nationalismus, Islamismus (Iran), Marxens Diktatur des Proletariats, Teile der 68ger stiegen auf die sog. RAF um, MAGA in USA ...
    • Irrtum in Denken und folglich des Handelns sind nicht auszuschließen
    • Wer fehlerfrei arbeiten will, wird mit seiner Arbeit nie fertig
    • Demut befähigt zu und fördert Toleranz wie Respekt anderen Personen
       
  2. Toleranz.
     
    • Jedes Individuum glaubt nach eigenem Gutdünken und persönlichen intellektueller / psychologischer Voreinstellung (“Disposition”). Der Glaube (1) des je Anderen ist frei, kann frei ohne Folge von Repression kommuniziert werden und wird nach dem Prinzip vom Gewissens-Tabu geschützt.
    • Meine Freiheit ist unverzichtbar; die des Anderen ist noch wichtiger. Das ermöglicht alterozentriertes Verhalten wie es ein zeitgenössischer Jesuit aus Ffm formulierte.
    • Das eröffnet die Chance für Superliberalismus, denn es besteht unbedingt und unverändert die Tabu-Zone des persönlichen Gewissens
    • Empörung,oder Ärger ist wirkt letztlich sozial-destruktiv, kann sogar Ausdruck von politischer Inkompetenz sein. Empörung und Ärger über den Glauben Anderer öffnet primitivem Shitstorm Tür und Tor. Und: Wenn Einer sich vorbei-benimmt, ist der je Andere anstrengungslos sozialer, gar “besser”
       
  3. Persönliche Kompetenz (stets) steigern.
     
    • Barsch formuliert: Mit Vollidioten kann Demokratie nicht gefahren werden
    • Kompetenz veranlasst andere Kompetenz anstrebende Personen zu entsprechend zielführender Mühe
    • Leistung, einschließlich beruflicher, ist bisweilen solidarische Pflicht in der horizontalen Gesellschaft
       
  4. Gesellschaftsvertrag, -verträge, d.h., Rechtsordnung sind unverzichtbar zu respektieren
     
    1. Regeln, Normen, Verfassungen, Gesetze, usw. darf das Individuum (selber) nicht eigensinnig ändern oder abschaffen; Konsens ausreichender Mehrheit ist dafür unverzichtbar.
    2. dies alles jeweils spezifisch auf vielen Ebenen: In Milliarden Familien, Kommunen bis Staatengemeinschaften.
    3. die Praxis der Formulierung, des Respekts und der Durchsetzung der Rechtsordnung ist ein komplexes werte- und prozesspolitisches Problem- Gefüge. Es geht unter Andrem um Zulassen und Handhaben unvermeidbarer Grauzonen.
       
  5. Demokratie, diskursiv, maximal transparent ist die beste Lösung.
     
    • für “Stabilität” und besseres Leben so wie so.
    • Auf das prä-demokratische Verhalten des Indviduums kommt es zunächst an.
    • In der Krise hat Totalitarismus bisweilen transitorische Vorteile. Diese selteneren Problem-Fälle werden schon immer ggf. informell gelöst.
    • Wenn eine Person einen Gesellschaftsvertrag bricht, ist die andere, deswegen, zum automatischen und spiegelbildlichen Bruch nicht berechtigt. Nachdenken und neu entscheiden sind erforderlich. Es handelt sich um einen wichtigen Fall einer ggf. fehlerhafter Wahrnehmung und des konkreten Bewusstseins über Fakten-Lage mit der Folge - konkret zulässiger (?) - von Verhaltens-Grauzone
    • “-Schutz” Aller vor Ungemach wirkt (stets) repressiv.
    • Die bestehenden, nämlich unvermeidbaren Grauzonen persönlichen Verhaltens verlangen vom Einzelnen (stets, in Freiheit, persönlich) Verantwortung zu tragen. Niemand ist berechtigt, sich auf Vorgabe / Anspruch eines Anderen zu berufen.
    • Die Gesellschaftsverträge aller (sozialer) Ebenen zu entschlacken, um die Ausrede auf den Bezug des je Anderen im Wesentlichen zu vermeiden, bleibt Aufgabe der durch Wahlen zu herrschen legitimierten Personen. 

Ob weitere, andere, umfassendere, alternative Tugenden sinnvoll sind wird - hier nicht behandelt - zu sehen sein  Allerdings sind Phänomene wie die als (A) bis (F)

(A) Vernetzung, Interaktion der Tugenden zum Summen-Verhalten des Individuums und dem Summen-Verhalten vieler (aller?) Individuen

(B) Grauzone von Wahrnehmungen

(C) Subjektivität von Pflichten und Rechten

(D) Objektivität von Pflichten und Rechten

(E) Freiwillige Pflicht?

“Freiwilliger Pflichten-Kodex für jedermann. (a) die politisch Mächtigsten, weil ihnen , den zu herrschen legitimierten Personen, Mitglieder im Staatskomplex sowohl  Primat wie Gewaltmonopol  (exklusiv) obliegt. sie das Beispiel geben müssen, (b) dem sozialen Mittelstand, Träger der Gesamtheit und (c) ebenso das sozialen Fußvolk., evtl. mit abgeschwächter Intensität und spezifischem Inhalt

(F) Schließlich Grauzonen des Verhaltens

Sollte die hier dargestellte auf das Verhalten der Individuen beschränkte Wertepolitik, da ambivalent und ideal, in Frage gestellt werden, ist zu bedenken: Sind Programme mit maximaler konservativer, nationaler oder sozialistischer Intention ohne Ambivalenz und Idealismus formulierbar? Verhaltens-Grauzonen sind nicht zu vermeiden. Idealismus kann und muss als über die Zeit sich asymptotisch annähernd verstanden werden.
 

... Teil-Fazit ...

Dieses horizontale Aussagen-Gefüge wirkt vernetzt, d.h., etwa ihre jeweiligen Intensitäten beeinflussen sich gegenseitig. Die vereinzelte Aussage zur Unantastbarkeit der persönlichen  Würde jedes Individuums ist gut und schön.

Aber erst die gesamthafte Wirkung von Demut, Freiheit, Kompetenz, Respekt dem Gesellschaftsvertrag und Praxis der Demokratie sind Voraussetzung für:

... die Unantastbarkeit der Würde

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(1) Christentum, Marx, Demokratie, Marktwirtschaft, Max Weber, Bismarck, Islam, Jüdischer Glaube, Taoismus, Hinduismus, Smith, Einstein-Heisenberg, usw., usw.
 

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