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20.02.18 / 15.04.02, gedankliche Materialien zum Endlos-Thema

Bildung wozu?

Liberale wollen Bildung, damit jedermann geistig und ökonomisch auf eigenen Füssen zu stehen kommt

Nicht jeder kann, nicht jeder soll Verkäufer, Kassierer, Verkaufsleiter, Maurer, Kanzler, Professor, Postbote, Funktionär, Koch, Schlosser, Chauffeur, Lehrer oder Putzmann werden. In der arbeitsteiligen Gesellschaft gibt es zahllose Berufe, die jeweils spezifische Bildung/Ausbildung erfordern. Es muss aber nicht heute, etwa ein für alle mal, entschieden werden, in jeweils welchem Alter unsere Jungen mit der berufsspezifischen Ausbildung beginnen und enden sollen.

Zunächst wird klar: Ausbildung ist zweckmäßig. Wenn alle viel wissen, tun sich alle mit dem “Geld verdienen” leichter, sind außerdem eher in der Lage, denen zu helfen, die den Anschluss bekommen wollen. Ist das alles?

Bildung sollte auch Spaß machen. Bildung ist heute mehr denn je Lebensinhalt. So viel Interessantes ist zu entdecken.

Es gibt noch viel mehr. Soll der Einzelne unternehmen können, Untertan oder Bürger sein? Sind Funktionäre, Mitglieder in Massenorganisationen gewollt, weil die Einzelnen im Erwerbsleben nicht klarkommen? Sollen Ersparnisse auf staatlich gesicherten Konten zu 3 % p.a. aufbewahrt sein, weil die Obrigkeit zwingt, für später zu sparen oder bietet der Aktionär das bessere (private) Geschäftsmodell? kÜmmert sich der Staat um die Gesundheit des Einzelnen oder sollen letzteren etwas von gesundheitlicher Vorsorge verstehen? Sollen Bürge mit ihrem Einkommen wirtschaften, etwa Grundeigentum erwerben und erhalten, komplizierte Vertragsverhältnisse eingehen? Oder sollen die Untertanen ein Leben von der Stange absolvieren, damit Andere einfacher regieren können? Oder sollen sie gestalten, hierbei lernen und wissen wie Freiheit mit der anderer Menschen verträglich ist? Soll den Politikern qualifiziert Aufträge erteilt werden, qualifiziert überwacht werden, sie im übrigen überhaupt verstehen? Wie wird der  Leiter des Unternehmens in dem der Einzelne arbeitet und an dem er außerdem beteiligt ist?

Der Mensch hört nie auf zu lernen. Aber die Grundausstattung besorgen Eltern und hierbei hilft die Gemeinschaft. Es geht um die Lebensphase in der schlechterdings der Einzelne keine Chance hat, sich zu orientieren, sich zu entscheiden - durchschnittlich bis zum 15. Lebensjahr. In diesem Lebensabschnitt finden entscheidende Prägungen statt. Deswegen muss der Lehrende im Dienste von Menschenwürde Zurückhaltung üben. Was ist denn, wenn die Lehrinhalte auch nur teilweise “falsch” sind? Einheitsausbildung darf nicht stattfinden. Allein das Irrtumsrisiko ist zu groß. Typisch Liberalismus, der Gedanke der Dezentralisation. Was kann über morgen gewusst sein? Sehr wenig. Die zentrale Bürokratie, auch die noch so gutmeinende, kann es auch nicht besser wissen. Also ist über Inhalte lebensnah, flexibel reagierend im Wettstreit um die beste Lösung zu befinden. Darüber, dass Bildung/Schule Menschenwürde, Selbstbestimmung und Kulturtechnik vermittelt, ist eine “zentrale” Entscheidung längst nicht mehr notwendig. Und zum “Wie” ist voranstehend schon einiges dargelegt.

Es scheint im Rahmen der Zentralisation der Entscheidung über die Inhalte ein Tabu zum Leitbild von Bildung/Schule zu bestehen:Tot- und zerschweigen, keine schlafenden Hunde wecken. Bildungspolitik wird als Allgemeinplatz formuliert, behandelt die Themen der Akteure der Branche, zu wenig die der Kunden. Sind ”die Menschen” mit den entsprechenden Resultaten zufrieden? Die Sozialisierung der Bildung hat die Sozialisierung der Verantwortung gefördert; in einer Frage, die weder rational noch mit Treffsicherheit entscheidbar ist. Verkehrte Welt.

Vielfach besteht die Erfahrung, dass Schule nur Hilfssherif der Bildung sein kann. Sind Lehrer im Durchschnitt real überfordert oder nicht? Aber die Verantwortungslosigkeit von Eltern ist offenbar akzeptiert. Die “sozial Schwachen” ... Richtig, einverstanden. Muss deswegen die große Mehrheit der Kinder auf das “niedrigere” Niveau herabsozialisiert werden? Etwa wegen der sozialen Gerechtigkeit? Das ist eine bedenkliche soziale Gerechtigkeit, wenn die Konsequenz ist, Potenziale zu verschütten. Zu Ende überlegt: Das ist das totale Programm für die perspektivisch totale kollektive Chancenbremse plus Armut. Wegen der Gerechtigkeit? Schluss mit lustig: Zum Thema Leitbild sind Tabus zu brechen, die Diskussion mit Konservativen und Sozialisten, die seit ca. 40 Jahren aufgrund anderer Mängel die konzeptionelle Flughoheit innehaben, muss offensiv geführt und durchgezogen werden.

Es mögen die Konservativen Angst gehabt haben, die Diskussion zu führen. Warum eigentlich? Wird nicht gesehen wie Sozialisten sich verrennen, in Widersprüche geraten. (Die Krise der SPD in SPD) Besonders in der Bildungsbranche ist nicht jeder Sozialist, der als solcher sich selbst bezeichnet. Oder wollen Konservative nicht, um Positionen, transzendente Werte zu retten? Sozialisten wollen der Diskussion am liebsten ausweichen, um unauffällig Prozesspolitik für sozialistische Wertepolitik zu machen.

Also sollten die Liberalen die Flagge herausholen. Es wird, sobald die Flagge steht, ungeahnten Zulauf geben. Denn das Wissen, die Erfahrung und das Gefühl sprechen für die liberale Zielsetzung

 

Das Leitbild

Ist das Grundgesetz der Kern des Gesellschaftsvertrages, steht in den Artikeln 1-20 bereits eine Menge über das Leitbild für die Bildung junger Menschen; selbstverständlich ist die Diktion für ein Leitbild der Bildung anders formuliert als der juristische Text der Verfassung. Kulturtechniken sind zum Verstehen der Prinzipien des GG Voraussetzung. Es fehlen dann noch Lernelemente für das weitergehende Verständnis von Gesellschaft (etwa Fremdsprachen, Geschichte, Literatur, Philosophie) und Natur (Bewahren der Lebensgrundlagen). Mathematik ist eine Klammer; die Diskussion über Umfang und Einbindung wird nie enden; weitergehende Überlegungen unterbleiben hier. Wär’s das?

Im GG wird die Formulierung einer Gesellschaftsordnung vermieden. Aber es gibt doch eine ganz konkrete Gesellschaftsordnung. Noch einmal: Das Thema könnte verkleistert werden bzw. bleiben. Aber das sollte nicht getan werden. Es bringt nichts, etwa Sozialisten und Konservativen die Diskussion zu ersparen. Schon das Führen der Diskussion wird die Dinge der Klärung nähern. Beispiel: “Ich erkämpfe eine Gehaltserhöhung von denen die das Geld haben, weil das mir zugeteilte nicht ausreicht”. Es ist nicht nötig darüber zu befinden, ob 50 oder 80 % der Menschen in Deutschland genau so denken. Gelehrte sind diese Mitbürger mitnichten. Wieso sollten sie anders denken, wenn sie es nicht besser wissen?

Die Antwort ist komplex. Hier muss stark vereinfacht werden.

Sollen die Menschen, einer wie der andere, also brötchenlike, durchaus verfassungskonform, zu Arbeitnehmern geformt werden? “Du arbeitest, Du bekommst Lohn. Im übrigen wirst Du gerecht versorgt. Ich achte darauf, dass niemand zu viel bekommt. Prüfe und frage mich; Du bekommst von mir Antworten und den Plan, dann weißt Du genau was kommt - in der Zukunft. Du musst überhaupt keine Angst haben”. Auf Belegen merkt der Standard-Mensch, dass “der Staat Geld bekommt”; aber das ist eine Fiktion, denn es zahlt dieser Mensch die Steuern nicht “an den Staat”; das ist Sache der Unternehmen, die haben schließlich das Geld/Kapital. Absurd. Es kommt noch etwas schlimmer. Einige kennen die Zusammenhänge etwas besser. Sie “bekommen” mehr - auf (verkraftbare) Kosten der anderen. Ihr Verhalten ist wie ein Verschweigen, denn wirklich verstehen die 50 od. 80 % mitnichten; aber das (unverzichtbare) staatliche Gewaltmonopol erleben sie beim “Falschparken” oder den (unverzichtbaren) roten Ampeln. Der indigene Arbeitnehmer weiß selbstverständlich, dass -, um bei in den Jahren 2000 - 2005 aktuellen Beispielen zu bleiben - es Quellen und Senken von Spendenquittungen und Flugtickets gibt; deswegen wollen viele Arbeitnehmer immer wieder von dem einen in den anderen Status wechseln. Problem: Wer wechseln darf, das bestimmen die Seienden; Ordnung muss sein ... Logisch, auf Basis von transparenten und objektiven Kriterien.

Resignieren? Niemals. Liberale Geisteshaltung. In der Ausbildung.

Als einige die “Sache” nach dem Abklingen der französischen Revolution verstanden hatten, machte die Aufklärung Pause - bis heute. Also ist die Aufklärung fortzusetzen, d.h., wieder aufzunehmen. (Selbstverständlich behutsam.) Schon diese ersten Sätze in diesem Absatz beinhalten das Leitbild für die Bildung der Menschen in der liberalen Bürgergesellschaft. Der Wissensbedarf des Menschen, der sowohl geistig wie materiell auf eigenen Füssen steht ist sehr, sehr hoch. Liberale sind nicht ohne Grund seit Jahrzehnten hinter dem Thema Bildung her. Konservative und Sozialisten, seit Jahrzehnten “an der Macht”, tragen das Thema Bildung wie eine Monstranz vor sich her. Aber für die Kunden der Bildungsbranche getan haben sie nichts, bestenfalls viel zu wenig; doch, sie haben Zwangslehrpläne mit teilweise nutzlosen Lerninhalten gefüllt. Lehrer haben einen “Arbeitsplatz”, das kostet Unsummen. Eltern sind entlastet; Schüler sind beschäftigt; Zeit verstreicht zu wenig genutzt. Zum sozialverträglichen Schulbetrieb sei hier nichts ausgeführt.

Zu Sache

Nicht das, was ohnehin unstrittig ist. Auf das Weitere kommt es an:

    Der autonome Mensch muss sehr genau wissen, was Angebot und Nachfrage ist. Die Markterfahrung jedes Kleinkindes ist positiv auszuweiten; ebenfalls ist das Konzept des Vertrages eine elementare Kulturtechnik; in der sozialen Umgebung der Schulklasse kann dies geübt und optimal gelernt/erfahren werden. Das gleiche gilt für die Wirkung von Angebot und Nachfrage. Es gibt Märkte für alles: Güter, Geld, Ideen, also auch für Menschen als Träger von Ideen. Einige Menschen sind beliebt, andere weniger; auch dies ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Der Sinn für demokratisches Verhalten wird erkennbar. Am Markt kann gewonnen, auch verloren werden. Verlieren darf keinen sozialen Untergang zur Folge haben. Wer liegt und nachvollziehbar aus eigener Kraft nicht hochkommt, wird gehoben. Diese Pflicht hat eine höhere Priorität als herkömmliche Staatstreue. Auch im 3. Jahrtausend ist Vorratshalten ein wichtiges Thema. Menschen haben schon immer für weniger günstige Zeiten gespart, d.h., vorgesorgt. Mit anderen Worten: Ein Teil des Erarbeiteten wird abgezweigt etwa für Umweltschutz und, noch allgemeiner, für Investitionen. In der arbeitsteiligen Welt kann ex definitione nicht jeder die gleiche Rolle spielen. (Immerhin die SPD hat vorgelebt, dass nicht jeder Spendenquittungen bekommen kann ...). Die arbeitsteilige Gesellschaft ist ein Organismus. Viele Organe spielen zusammen, sind gegenseitig von einander abhängig. Jeder Mensch benötigt also eine hohes Maß von Verständnis, d.h., Wissen für die anderen Organe, sonst erkennt er seine eigene Bedeutung, den “Sinn seines Lebens” nicht. Alle diese Erscheinungen sind hochkomplex; wer sie “im Schlaf kennt” wird in der Gesellschaft mithalten können. In tausend Varianten kann spielend, über viele Jahre verteilt, das reichhaltige Wissensfeld Schritt für Schritt erschlossen werden. Es muss aber auch positiv getan, nicht nur verkündet, werden.

Vielleicht muss in den Schulbüchern das eine oder andere Märchen durch Texte aus dem realen Leben eines Bürgers in der Bürgergesellschaft ersetzt werden. Was macht es für einen Sinn zu träumen, wenn der künftige Erwachsene in der heutigen Welt nicht klarkommt? Es gibt ohne Zweifel ein Prioritätenproblem. Es mag sein, dass Erwachsene Sozialisten und Konservative das Leitbild für die Bildung in der liberalen Bürgergesellschaft nicht mittragen können.

Ein Kompromiss ist zu finden. Hierbei ist davon ausgehen, dass Liberale ihrerseits ein sozialistisches oder konservatives Leitbild nicht mittragen wollen. Ist es wirklich so schwer den einzig gangbaren Kompromiss zu erkennen? Also, im Zweifelsfall: Die Bürger befreien sich gegenseitig von Fesseln, Reglementierung und Bevormundung. Schluss mit der bürokratisierten staatlichen Einheitsbildung. Eltern und später die Kinder entscheiden selber, wie die von ihnen selbst gewünschte Bildung abläuft. Darüber gibt es bei der FDP Beschlüsse und Programme ohne Ende. Einige Thesen (Bildung Bund, dort weitere Links) wurden darüber hinaus im Liberalen Notizen veröffentlicht. Das muss alles also nicht mehr wiederholt werden.

Das Prüfungsunwesen.

Worauf kommt es an? Auf den dokumentierten Abschluss od. auf das Wissen des Einzelnen? Das Dokument testiere doch das Wissen und schaffe Gleichheit. Aber die Fiktion von Gleichheit ist bekannt. Und wie gut ist denn, die Korrelation zwischen Zeugnis und Wissen wirklich? Der oder diejenigen, die Verbindungen zu neu Ausgebildeten errichten, machen sich ohnehin ein Bild über ihren Kandidaten. Wer sagt, er könne, ohne wirklich zu können fällt sowie so auf sein Mundwerk. Sogar ziemlich schnell. Der praktische Nutzen der so genannten Zeugnisse ist in vielen Fällen nicht gegeben. Menschen haben selbst ein Interesse zu lernen; als letztes ist Staatskeule zur Motivation geeignet; sicherlich werden die Zeugnisse für ausgebildete Ärzte oder Statikingenieure noch lange überleben. In vielen Fällen ist die Prüfung als Entscheidungsgrundlage für den Einzelnen die Ausbildung zu beenden oder noch fortzusetzen sicher hilfreich. Aber der Einzelne hat keinen Bedarf für staatliche Sanktion. Querdenken schließt behutsame Prozesspolitik nicht aus.

Lebenslanges lernen.

Menschen lernen so wie so. Der Nutzen einer positiven Einstellung zu lebenslangem Lernen wird vielfach unterschätzt. Lernen erfüllt im übrigen persönlich. Das Problem ist, dass zu viele - aufgrund des staatlichen Prüfungs- und Zeugnisunwesens - gezwungen sind, sich von Pädagokraten nutzlos vollquatschen zu lassen. Sicher, viele haben auch das überlebt. Aber es muss doch nicht sein. Wir leben nicht zusammen um uns gegenseitig auf den Wecker zu gehen. Was spricht dagegen, dass der eine seine juristischen Kenntnisse im 8semestrigen Frontalunterricht, der andere im Laufe 10jähriger Praxis erwirbt. Woraus ergibt sich die Gewissheit, dass der erste Weg der “bessere” ist? Das von Rainer Brüderle geprägte Wort “Unfugpotenzial” meldet sich aus dem Gedächtnis.

Die staatlichen Bildungsinstitutionen.

Diese Frage wird allmählich zum Ärgernis. Über Sozialisten und Konservative ist hier in den Liberalen Notizen schon viel gelästert worden. Im Großraum Buenos Aires gibt es hunderte ausschließlich mittelständige, sehr erfolgreiche Bildungs- und Schulunternehmen. Beachtenswert wie sogar wenig gebildete Eltern auf die Qualität der Ausbildung achten. Vorbildlich wie Inhaber und Mitarbeiter dieser Unternehmen darauf achten, ihren Kunden ein ordentliches, vertragsgerechtes Produkt zu liefern. Aber unsere Sozialisten, Konservative, Bevormunder und Besserwisser werden ihrer Bezeichnung stets gerecht: Sie meinen, es besser zu wissen und schikanieren gestützt auf Staatsgewalt ihre Mitmenschen.
 

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