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28.01.17, 15:00

Erlaubt aber nicht legitim ...

Zunächst sei Gesellschaft als vor-staatliches Zusammenleben der Menschheit gedacht.

Es gibt sogar in der nicht-menschlichen Fauna zahlreiche Fälle bei denen die Individuen in Gesellschaft leben. Prinzip scheint zu sein: “Gemeinschaft” ist stark. Von dieser Stärke profitieren die Individuen, vorausgesetzt sie handeln - obwohl sie sich unterscheiden - zielführend gemeinsam und entsprechend gleich. Die Folge davon ist aus Rücksicht Freiheitseinbuße für jedes Individuum.

Nimmt die Stärke der Gemeinschaft mit abnehmender Freiheit der Individuen also zu?

Auf Grundlage von mathematischer und systemtheoretischer Denkweise spekulierend: Es wird ein Optimum durchschnittlichen Verhaltens geben. Ziel ist der Bestand der Gesellschaft und der Gattung. Das optimale Verhalten im Durchschnitt wird in der Regel nur näherungsweise und für große Zeitabschnitte überhaupt nicht zu bestimmen sein; ebenso die obwaltende Toleranz gegenüber Abweichungen vom Optimum. Erfahrung als Instinkt gespeichert wird eine Rolle spielen, wenn das einzelne Individuum (sich) zu handeln entscheidet. Manchmal zu beobachten und naheliegend ist, dass extreme Abweichung vom Durchschnittsverhalten zum Untergang des Individuums führt.

Ebensowenig kann aus der Sicht der Einzelnen ein optimales durchschnittliches Verhalten bestimmt werden. Verhalten sich die Individuen stets gleich, sinkt die Fähigkeit der Anpassung oder Evolution. Streut das Verhalten zu stark, führt dies am Ende zur Vereinzelung der Individuen; der Vorteil des Zusammenlebens in einer Gesellschaft zu leben geht verloren. Also ist auch bei dieser Vorgehensweise plausibel, ein optimales Verhalten der Individuen zu postulieren.

Weder das Denken, das vom Ganzen ausgeht noch dasjenige, das vom Individuum ausgeht, bringt operationale Ergebnisse. Genauso wenig die vernünftigerweise von beiden ausgehende, doppelte Vorgehensweise. Das mag am hier zunächst gewählten Niveau der Abstraktion liegen.

kulturell, zivilisatorisch, politisch geprägte Gesellschaft des Menschen

Angesichts der Vielfalt in der Fauna unterscheidet sich der Mensch etwa von den (anderen) Säugetieren organisch betrachtet mit Ausnahme Denkapparates relativ wenig. Die enorme Speicher- und Verarbeitungskapazität des Gehirns macht den Unterschied zwischen Mensch und Säugetieren aus. Dies in Verbindung mit Fähigkeit geringe Unterschiede, hierbei sowohl digital wie analog (kognitiv) verarbeiten zu können, hat dazu geführt, dass sich der Mensch mit heute 7,5 Mrd Exemplaren in der Natur durchgesetzt hat.

Schon in der Vorgeschichte wurde die menschliche Intelligenz genutzt, Verfahrensweisen (Software) und Gedächtnis-Bestände (Daten-) zwecks Optimierung organisierten Zusammenlebens zu entwickeln und zu vererben. Es gibt heute die skizzierte Urgesellschaft nicht mehr. Als Urinstinkte gelten noch immer:

  • Gemeinschaft stärkt das Individuum
  • Die Stärke wird durch gemeinsames und gleich zielgerichtetes Verhalten konkret
  • Vorteil wird durch Einbuße (theoretischer) Freiheit erkauft.

Von Umgebung, Interessen und Begabung geprägte und noch immer zunehmende Arbeitsteilung geht mit der Geschichte einher. Es ergab sich vermutlich zunächst Kultur, insbesondere Sprache, später Zivilisation und als Ausdruck der Einsicht in den Sinn rationaler Organisation schließlich Staat. Letzteres im Rahmen des heute so genannten politischen Prozesses, gekennzeichnet dadurch, dass das bereits in der Welt der Tiere sich abzeichnende Phänomen Herrschaft samt heutigen Weiterungen den überwältigenden Anteil der öffentlichen, interpersonellen Kommunikation und Debatte einnimmt.

Das Problem des Herrscherverhaltens lastet seit einigen Jahrhunderten und heute noch verstärkt auf allen Menschen, wird aber (deswegen) und weil sich das Herrschaftssystem als Sub-Gesellschaft mit dornigen Konsequenzen zunehmend verselbstständigt nicht hier, sondern im tief im Abschnitt Staat und Demokratie behandelt.

Ich-Wir, Du-Ihr, Er-Sie

Das “America first” vom Sommer’16 bis Winter’17 ist so banal, dass das pointierte Herausstellen Verdacht weckt. Was soll das?

Selbstverständlich ist der Mensch frei. Wie frei? Herkömmlich solange der Andere nicht geschädigt wird. Wie frei? Es gibt - weltweit, teilweise von lokalen Besonderheiten geprägt - jeweils ein Regel-Werk mit filigranen Abgrenzungen zwischen erlaubt und nicht erlaubt. Neben politischem Handeln, d.h., herrschen wird erwerbswirtschaftliches Handeln hier ausgeklammert und unter Gesellschaftsordnung behandelt.

  • Die Bedeutung der 10 Gebote im Alten Testament sind Konkretisierung und Erweiterung der Urinstinkte und stehen nicht zur Debatte
  • Die zunehmende Verhalten differenzierende Arbeitsteilung hatte und hat zur Folge, dass nicht alle Individuen sozio-ökonomisch Schritt halten. Dies ist zu vertiefen.

Zu jeder Gesellschaft gehören auch ihre schwächsten Glieder. Werden sie abgesehen von den Geboten der heutigen “politischen Menschenrechte” ihrem Untergang überlassen, sind andere dann die schwächsten. Auch sie sind von Untergang zumindest gefährdet. Die Gesellschaft wird à la long nicht stärker sondern schwächer. Folglich werden - nicht anders als verbreitet in der Fauna - die schwächsten Glieder trotz Einbuße von Freiheit geschützt, solange der einzelne Fall nicht die Grenzen der jeweiligen Erkenntnisfähigkeit übersteigt.

Das Fundament heutiger Sozialpolitik ist ein natürlich angelegtes Verhalten. Ob reale Sozialpolitik ausreichend zielführend ist, muss diskutiert werden.

Fazit: Das Individuum ist natürlich und folglich noch heute selbstverständlich frei. Aber nicht beliebig. Was nach der Ur-Ur-Gesellschaft kam, wurde vom Menschen zwar nicht entworfen, aber die Folge bestimmten Handelns. Prinzipiell also widerrufbar. Zwischen Liberalen und Sozialisten umstritten, erscheint nützlich, der diesbezüglich vertiefenden Diskussion ein konkretes Menschenbild zu Grunde zu legen.

 

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