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07.01.18 / ... / 08.09.03

Kurze Geschichte von Chile, 1818-1970 und bis 2017

Es reagierte das junge Chile nach 13jährigem Straucheln aufgrund wirtschaftlicher Probleme, die in der Kolonialzeit (bis 1818) ihren Ursprung hatten ab 1831 mit einer soliden Konfiguration des Staates nach amerikanisch/französischem Muster. Es gibt Namen, die noch heute eine guten Klang haben: Diego Portales etwa. Die Verfassung von 1833 galt bis 1925; die Verfassung von 1925 in ihren Wesenszügen noch heute; das alles ist Ausdruck von chilenischem Bewusstsein, u.a. von bemerkenswerter Kontinuität. Chile ging es wirtschaftlich recht gut bis ca. 1920 (Bergbau und Landwirtschaft). Danach setzte ein Niedergang ein, der schon ab 1930 und stärker ab 1950 zu sozialer Unruhe führte. Jahrelang horrende Inflation und gleichzeitig - wie selbstverständlich von Sozialisten marxistischer Prägung nach Kräften verstärkt - zahllose lang andauernde Streiks. Chile, ruiniert, geriet voll zwischen die Mühlsteine des Kalten Krieges (s. dazu erster Teil von Mythos 68 Mythos68). Übrigens: Die 68ger Bewegung fand in Chile fast zeitgleich, eher etwas früher als in Europa statt; Das relative Gewicht von orthodoxen Kommunisten und der “Ultralinken” etwa wie in Italien oder Frankreich. Jedenfalls hatte Chile 1970, neben intakter Demokratie, ein relativ gutes Bildungswesen (primär, sekundär, tertiär) und einen starken Mittelstand. Außenhandel, gut 80% Rohstoffe des Bergbaues. Die Eliten 1970? Katastrophe, seit vielen Jahren. Korruption gab es auch. Aber weniger als Argentinien; also etwa deutsches Niveau 1948ff Affären (was erst im Jahr 2000 richtig bemerkt wurde - Spenden-Verfassung).

1970

Salvador Allende kandidierte 1952, 1958, 1964 und mit 36 % der Stimmen erfolgreich 1970, so dass letztlich das Parlament, am 24. Oktober 1970 eben zu seinen Gunsten entschied und Allende sein Amt am 4. November 1970 übernahm. Allende wurde in einwandfrei demokratischem Wahlverfahren Präsident und Regierungschef. Salvador Allende war darüber hinaus unter allen Kandidaten der Wahl von 1970 derjenige mit der besten persönlichen Kondition und der stärksten politischen Gestaltungskraft. Salvador Allende war seit vielen Jahren Mitglied des Senats, also ein erfahrener Politiker und glänzender Redner.

Aber.

Salvador Allende bekannte sich lange vor 1970 zum Marxismus, so wie fast alle 7 Parteien seiner Volksfront, genannt “Unidad Popular”. Das Wahlprogramm “hatte es in sich”. Und Allende, der seine Kraft und seine Erfahrung nicht mäßigend einsetzte, wurde im Grunde genommen der Präsident, der unter demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnissen Sozialismus in Reinkultur gestalten, einführen, bewirken, ... ,  “machen” wollte. Die Herrschaft der Unidad Popular endete mit dem blutigen Staatsstreich am 11. September 1973.

1973-1990

Das Anfangs harte Militärregime, wirtschaftliche zunächst nicht erfolgreich, konnte sich ab 1980 konsolidieren, musste jedoch allmählich die Zügel lockern, so dass nach Referenden von 1988 und 1989 und die Wahl im Dezember 1989 das Militärregime beendet wurde.

1990 Die späteren Folgen des Militär-Regimes

Für den Fortgang der weiteren Geschichte Chiles, war der Umstand entscheidend, dass die führenden Militärs sich den für sie ungünstigen Wahlergebnissen unterwarfen und die demokratischen Politiker der Jahre um 1990 mit Umsicht, d.h., mit gemäßigten Schritten die Rückkehr zur Demokratie gestalteten. Die Unrast der Jahre 1970-73, so wie gewisse Erfolge und noch immer fühlbare Untersützung der Öffentlichkeit für die Militärs mögen dazu beigetragen haben. Jedenfalls wurde so der weitere wirtschaftliche Aufstieg Chiles ab 1990 möglich. Obwohl inzwischen sogar eine Kommunistische Partei erneut gegründet wurde, sind Extremisten heute keine nennenswerten Kräfte. Mit der Abfolge der Präsidenten Lagos, Bachelet, Piñera,  Bachelet und nun erneut Piñera ist die politische Normalisierung weitgehend wieder hergestellt.

Chile mit dem höchsten pro-Kopf-Einkommen in der Region gilt unter verschiedenen Gesichtspunkten als Musterland in Lateinamerika.
 

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