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April 2020

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29.04.20

Schon Mao klagte über falsche Ansichten

In der “roten Fibel”, Worte des Vorsitzenden Mao Tse-Tung, 2. Aufl., 1966 wird dem Problem eines der 33 Kapitel gewidmet. Die ersten Sätze von XXIV “Berichtigung falscher Ansichten” lautet: “Selbst wenn unsere Arbeit gigantische Erfolge zeitigt, gibt es keinen Grund, überheblich oder eingebildet zu werden. Bescheidenheit bewirkt, daß man Fortschritte macht; Überheblichkeit führt dazu, daß man zurückbleibt ... “ 

Bekanntlich entspringen Herrschende dem Volke, in welchem schon mal falsche Ansichten kursieren, von denen folglich auch Herrschende befallen werden. So auch die Kölner OB Frau Reker. Die Äußerung von Dr. W. Schäuble vom Montag den 27.04 kommentierte Henriette Reker gemäß KStA, S.20, u.a so:

  • Die im Staatskomplex tätigen Personen schützen die Menschenwürde. Bemerkung, das tun auch Viele der Zivilgesellschaft; hierbei kommt es allerdings auf die Resultate, nicht nur auf die Bemühung als solche an.
  • Gesundheitsschutz hat als Bestandteil von Menschenwürde oberste Priorität. Bemerkung: Alle die Diesel fahren tun, dies nicht. Schreiten deswegen im Staatskomplex tätige Menschen ein, weil sie das höhere gesellschaftliche Bewusstsein haben?
  • Politiker, sog. Geschäftsführer im Staatskomplex, haben disjunkte Interessen auszugleichen. Bemerkung: Um welche Interessen es sich dabei wohl handelt? Beispielsweise hat jedermann Interesse an florierender Wirtschaft; besonders auch der Empfänger von Harzt IV oder Sozialhilfe. Niemand hat Interesse, dass andere sterben. Niemand hat Interesse an Korruption in den Beziehungen zwischen Staatskomplex und Zivilgesellschaft. Die Interessen aller stimmen in hohem Maße überein.
  • Interessen seien zum richtigen Zeitpunkt zu priorisieren. Bemerkung: Warum die Einschränkung “zum richtigen Zeitpunkt”. Geht es hierbei möglicherweise um das Timing mit dem Ziel keine Betroffener von medialem Shitstorms zu werden?
  • Einfaches - gegenseitiges - Unterordnen Gesundheit und Volkswirtschaft geht gar
    nicht. Bemerkung: Volltreffer. Bloß was folgt daraus? Eigentlich nur dieses: Zur täglichen beruflichen Pflicht von Politikern gehört, dass sie als Spezialisten komplexe Zusammenhänge durchschauen und mit Sorgfalt die Wirkungen ihrer Entscheidungen beachten. Klagen über Schwierigkeiten - der Herausforderung wie Dr. Merkel oft genug mitgeteilt hat - sind fehl am Platz.
  • “Wir” (die Erhabenen) sollten alles tun, um “Leben zu schützen, so gut wir es können” Bemerkung: Klingt ein wenig abgehoben. Wieviel % ihrer Zeit befassen sich Politiker mit diesem Anliegen, das letztlich jedem Individuum als Aufgabe gestellt ist? Was ist mit Betroffenen, die es nicht so gut können? Kümmert sich die BA um diese Mitbürger?

Frau Reker ist in Köln verbreitet beliebt. Es gibt keinen Zweifel, dass sie ihrer Aufgabe gewissenhaft nachkommt. Soll die Gesellschaft angesichts ihrer Korrektheit ihre Wiederwahl herbeiführen? Klar muss sein, dass Gesellschaft nicht handelt; es gibt des Weiteren auch kein gesellschaftlich korrektes Verhalten. Es müssen sich die Individuen schon selbst bemühen, ein Urteil zu erarbeiten. Keine Gesellschaft kann die Mühe zu handeln dem Einzelnen abnehmen. Frau Reker wird dem Vorstehenden gewiss zustimmen können. Aber
- noch einmal - ob dies wirklich zutrifft, müssen die Einzelnen und Einzelninnen persönlich entscheiden.
 

 

März 2020

26.03.20 Anzeige in KStA, S.28

Warum dankt Frau Reker?

Es wurde wegen der Infektionsgefahr das Recht auf Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, jeweils Lebens-Selbstverständlichkeiten, eingeschränkt. Dies nutzt weder dem Heiligen Geist noch irgendwelchen Führungskräften in Politik oder Wirtschaft, sondern allen Einwohnern zu denen auch die Herrschenden zählen. Die Führenden hatten die Pflicht solche Maßnahmen zu treffen.

Es fragt sich und ist ein Ärgernis, dass sogar prima Typen zu Floskeln, wie der Dank an die Bevölkerung - in deren Interesse - diese Maßnahmen zu befolgen, vom Stapel gelassen werden. Erst neulich hatte Frau Reker gesagt, sie bzw. die Stadt habe “den Menschen” viel abverlangt. Blödsinn. Als Repräsentanten des Volkes haben Herrschende die Pflicht, solche Maßnahmen zu überlegen und in die Praxis umzusetzen. Dies geschieht definitiv nicht, um die Großmannssucht herrschender Menschen zu bedienen, wofür die sich dann eilfertig zu Dank veranlasst sehen.
 

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