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02.01.18

Geographisch und kulturell bedingte Engstirnigkeit

Als in der dünnbesiedelten Welt der archaischen Gesellschaften die kulturelle Segregation begann, hatten die Menschen wenig Möglichkeiten jeweils andere Kulturkreise wahrzunehmen. Es gab wenig Gelegenheit zu Auseinandersetzungen etwa aus Nahrungskonkurrenz, anderer Interessenkonflikte oder mangelnder Fähigkeit zur Verständigung.

So wie in der Tierwelt begünstigen Klima, Bodenbeschaffenheit, d.h., Geographie aktuelles Leben und intergenerationelles Entwicklungspotenzial die örtlichen Populationen unterschiedlich vorteilhaft. Neben physiognomischen Unterschieden hatte dies vor allem zivilisatorische und kulturelle Differenzierung - eben Segregation - der Menschheit zur Folge.

Als Geschichte notiert werden konnte, waren derartige Prozesse weit fortgeschritten und sind seit dem bis heute nicht zum Stillstand gekommen. So weit Spekulation im Gewand von Binsenweisheiten.

Was folgt gesellschaftspolitisch, sozial aus dem evident differenzierten, segregierten zivilisatorisch-kulturellen Status der Welt? Die Antwort kann nur lauten: Zwar ist Gleichheit zwischen zwei oder mehr Menschen nicht herzustellen, aber zielführend im Sinne von Zusammenleben handelt, wer weder auf nationaler noch transnationaler Ebene Recht befürwortet, fordert oder sich nicht daran beteiligt solches einzuführen, das Diskriminierung zwischen Menschen unterschiedlichen Entwicklungsstatus statuiert (1). Die Einzelnen sollen sich gegenseitig behandeln, als seien sie gleich. So wird “das Recht des Stärkeren” gebrochen.

Die zielführende Entwicklung steht nicht am Anfang. Der stärkste Ausdruck besteht in der Gleichheit des Wahlrechtes für Personen jeden Alters, jeden Geschlechts, jeder Herkunft - solange sie im selben Staat leben. Das Ideal der (gleichen) Menschenrechte (für jedermann) oder das Ideal der Gleichheit vor dem Gesetz sind im selben Geist entstanden, obwohl aufgrund unvermeidlicher Herrschaft der Einen über die Anderen die Umsetzung in der Praxis auch in den theoretisch egalitären sozialistischen Regimen nur näherungsweise gegeben ist. Gleichwohl ist das Ziel der “Gleichheit vor dem Gesetz” in den nationalen Gesellschaftsverträgen vieler Länder so wie dem transnationalen Vertragswerken auf Weg zu einer guten Lösung (2).

Es gibt folglich keinen Grund jeglichem Extremismus die Bresche zum Rückfall in die archaische Segregation der Menschheit zu schlagen. Im Durchschnitt sind die Individuen menschlicher Gesellschaften mit ausreichend Intelligenz ausgestattet, um (gewaltsame) Auseinandersetzungen um Ressourcen oder Nahrung zu vermeiden und durch kooperatives Verhalten zu ersetzen.

Prozesspolitik zur Überwindung von Nationalismus

Wie beiläufig in Liberale als Kritiker erwähnt, führt Nationalismus zu verengter sozialer
Sicht. Die entsprechenden Individuen sind durch eigenes und/oder fremdes Zutun von einem Teil relevanter Information abgeschnitten -, obwohl diese für jedermann verfügbar ist. Die Lösung zur Überwindung von Nationalismus ist banal : Niemand wird als Nationalist geboren. Nationalismus ist eine erworbene Anschauung. So dornig oder aufwändig das Vorgehen auch sein mag: Nur Bildung zur besseren Einsicht löst das Problem. “Strafen” oder “Ausgrenzung” kommen allenfalls als Ausnahmen in Betracht, denn die Gefahr kontraproduktiver Wirkung ist zu berücksichtigen. Maßnahmen der Bildung richten sich mit dem Ziel, von Provokation im Dienst ihrer Sache abzusehen, damit auch an Personen sozialistischen Weltbildes.

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(1) Normverhalten der Individuen jeder Fauna-Gattung zeichnet sich - von vorübergehenden Kämpfen um Herrschaft abgesehen - also durch friedfertige Koexistenz aus, wodurch erst die Basis für das (intergenerationelle) Überleben der Gesamtheit geschaffen ist.
(2) Dies als Bestätigung der sozialistischen Theorie zu betrachten, ist ein schwerer Irrtum. Denn nicht egalitäres Eigentum oder Einkommen sollen auf unterschiedlicher Funktionalität des Einzelnen beruhen. Jeder begabte oder weniger begabte Mensch erhält damit die Chance sich mit seiner spezifischen Fähigkeit in die Gemeinschaft einzubringen. Es wäre geradezu unmenschlich, von unterschiedlich begabten Menschen die gleiche Leistung zu verlangen.

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