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01.02.26 / 31.01.26
Die Schuldfrage
Niemand, nach ca. 1930 geboren, trägt Schuld an Holocaust/Shoah, der in Deutschland statt fand. Zurück in die Jahre vor 1930 schwillt der Anteil Schuldiger, unterschiedlicher Schwere, allmählich an,
ohne je 100% zu erreichen. Alle heute in Deutschland Lebenden haben das heutige Deutschland (1), auf die eine oder andere Weise noch immer belastet, geerbt. Alle Einwohner (1945 - ... ) tragen folglich diese Belastungen gemeinsam. Wer dies ablehnt, muss auswandern, ist dann von der Last befreit.
Schuldig wurden Deutsche im Wesentlichen wie folgt:
- Führende Politiker, führende Militärs, Parlamentarier, Richter, Führende Beamte, jede dieser Gruppen mit unterschiedlichem zu geringem Anteil von Ausnahmen.
- Mitglieder und Mitläufer der NSdAP mit wenigen Ausnahmen.
- Politische Aktivisten und Millionen Wähler der NSdAP, einschließlich Aktivisten anderer Parteien, die durch Unterlassen oder durch Fehlverhalten den Aufwuchs der NSdAP katalysierten.-
beispielsweise “randalierende sog. Kommunisten”
- Fähnchen schwingende und jubelnde Menschen besonders an Straßenrändern.
- sonstige.
Nach 45 sorgten die Siegermächte dafür, den antisemitischen Eifer zu löschen. Es gab die Diskussion um “Kollektiv-Schuld”, die in den Sechzigern Berechtigung und Zweckmäßigkeit zunehmend verlor, weil sogar der Anteil
uneinsichtig Schuldiger unter den o.a. 1.-5., zwar nicht ausreichend, aber fühlbar zurückgegangen war. Dies obwohl unter den nach 1930 Geborenen mancher - erst spät - “unverbesserlicher NAZI” wurde. Das Aufflackern der NPD in
den Sechzigern ist dafür vermutlich der Ausdruck. Erst ab ca. 1980 war Antisemitismus in Deutschland so stark zurückgegangen, dass Antisemitismus in anderen Ländern auffiel.
Antisemitisches “Stör-Rauschen” gibt es in Deutschland (Europa) seit 2000 Jahren. Noch in “Mein Kampf” (1925) wurde Antisemitismus (Kapitel XI
(2)) so unangenehm wie etwa im 19. Jahrhundert ausgedrückt. Danach entgrenzte das Sentiment schließlich bis zur Shoah und fiel nach 1945 bald auf das Niveau vor 1925,
blieb bis heute wie Glut in Asche wahrnehmbar erhalten und wurde ab den Achtzigern mit der “post-Gastarbeiter”-Einwanderung besonders aus dem Raum des respektablen arabisch-islamischen Kulturkreis (erneut) befeuert. Konnte
man von Sozialisten wie den Grünen erwarten, diese Folge ihrer “Einwanderungspolitik” (??) rechtzeitig zu bedenken?
Musste das entnazifizierte Deutschland, sich ab den Sechzigern und heute mit dem Problem des Antisemitismus befassen? Selbstverständlich, da verwerflich, weswegen unter dem Teppich halten ein schwerer Fehler wäre. Es widerspräche,
Geschichte, Kultur und, Wertekanon. Allerdings weniger wegen dem “Nie-Wieder”, worauf zurückzukommen ist. Bloß, wie? Darüber gibt es zu wenig Streit. Dies darf nicht als Vorwurf verstanden werden, so wie Vorwurf im Folgenden
- Meinungsfreiheit - nicht einmal camoufliert enthalten ist:
- Wer “aFd-Denken” und “aFd-wählen” vertritt, lehnt ab, sich mit Antisemitismus zu befassen, weil od.
obwohl (???) etwa Herr Höcke und besonders in den ehemals von SED-Sozialisten beherrschten Landstrichen dies aus unterschiedlichen Gründen und Perspektive abgelehnt wird:
Also falsches Verhalten als Ausdruck von “aFd-Mentalität”
- CDU/CSU:
Von Sylt und Flensburg bis Schönau und Oberstdorf, ein einziger durchaus nuancierter Kamm. Konrad Adenauer - pauschal positives Wirken - vereinbarte mit Ben Gurion “Wiedergutmachung” - als ob biblische Auferstehung auf die Shoa anwendbar sei - ein geistiger Bocksprung der Sonderklasse bei der Einstellung von Mitmenschen, die Christentum als Leitmotiv ihrer Politik verkünden. Übrigens typisch für “die” (??) Konservativen der großen Worte à la Dr. Rainer Barzel, Jens Spahn, vulgärer Dr. M. Söder, so wie - nachvollziehbar, aber sehr daneben - Friedrich Merz. Sodann “Staatsräson”, sicher gut gemeint, aber effekthascherisch, weil daraus zu wenig folgt und etwa im Fall Gaza (2025) an Hans Huckebein erinnert. Vorwurf? Nein, Meinungsfreiheit, wie MAGA-Trump. Aber von einer Dusseligkeit, die dem Image der D&D widerspricht. Weitere Durchsage? Oberflächlichkeit, intellektuelle Schlampigkeit. Zugegeben, die Posten zu erringen ist kompliziert genug
... Jemand muss die Posten eh haben, wo aber ist die entsprechende Leistung? Ankündigungsstärke
... ?
- Soziale Demokratie: “Schuldfrage” ist nicht das Thema ihrer Wähler, obwohl Einige, bei geringerer Ankündigungsstärke (3)
als Vorbild gelten. Eindämmen von Antisemitismus ist Aufgabe des politischen und zivilen Bürgertums als Teil des Mittelstandes.
- FDP, politischer Liberalismus: Antisemitismus im Rahmen von Liberalismus, ist stark abwegig. So abwegig, dass Gefahr besteht, deswegen Antisemitismus zu ignorieren, was
angesichts von verbreitetem Fehlverhalten in der Sache nicht sein kann. Zu tun ist, Antisemitische Tendenzen und Vorfälle kommentieren und das systematische Fehlverhalten von Konservativen und Sozialisten der Kritik unterziehen. Ob die
FDP in der Sache genügend aktiv ist, kann nur die Zukunft zeigen
- Das Folgende nur kursiv, weil andernfalls sehr viel Text erforderlich wird..
Gläubige Marxisten eine bedeutende Teilmenge der Sozialistenschaft bestehend aus Extremisten, der Mehrheit der SED, und Teilen der SPD, außerdem die Mehrheit der Grünen. Letzteres obwohl heute gläubige Marxisten sich bei ihnen zurückziehen,
allerdings nicht die herkömmlichen Besserwisser.
Das auf Marxismus beruhende Narrativ der Sozialisten ist verdampft, weil die Prämissen nicht tragen.
Alle wissen, zumindest ahnen das, Das antikapitalistische Narrativ besteht im Wesentlichen gleich intensiv wie seit Marx. Eiferer sind teilweise als “Antifa” Ton angebend. Alle vertreten die (erlaubte) Meinung, die
kollektive antisemitische Schuld bestehe weiter, weshalb drohendes “Nie-Wieder” Vieles (Tugenden durchsetzen, kritiklose Cancel-Culture, Wokenes als singuläres Recht), rechtfertige. Es ist ein Strohhalm, der das Abschwören von Marxo- Sozialismus, bzw. Besserwissern aufschiebt, wenn nicht gar vermeidet, weil
eifernd wichtig sei “Nie- Wieder” sicher zu stellen, aber dank - wohl unbeabsichtigtem - Eifern, so abstößt, dass obendrein per Brandmauer die Hilflosigkeit der CDU/CSU verstärkt und weiteren Zulauf zur aFd fördert.
Fazit: Schelle den Eiferern. In der Sache kommt die Gesellschaft in Deutschland durch Mäßigung, gepflegten und rationalen Diskurs, Toleranz, auch Demut
(4) und Geduld weiter. Also muss die FDP wenigstens deutscher Traum werden
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Definition was dazu gehört, damit gemeint ist, kann vage bleiben. (2) zusätzlich begründet auf an Haaren herbeigezogenem abstrus-deterministischer Rassentheorie, die vermutlich Wenige überhaupt verstanden, allerdings in der (späteren) Bedrängnis drohender Regime-Krise, dem Wahn von der Vernichtung Tür und Tor wies .Die Assoziation mit dem aktuellen Verhalten der aFd im BT diese Woche ist nur schwer zu unterdrücken.
(3) siehe etwa die folgenlosen “mehr Demokratie waaagen” (W. Brandt) oder die sG der SPD (4)
Irrtum trotz Weisheit nicht ausgeschlossen
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