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04.02.18 / ... / 22.03.04

Wenn der Herrscher abhebt

Der Anlass: G.W. Bush, “Mannen zum Mars” und ein kurzer Meinungsartikel:

Trifft den Geschmack
K
StA, 10.01.04, Seite 4, von Markus Günther (kurze Zusammenfassung)

George W. Bush, US-Präsident 2000-04, verrät seinen Charakter, keine Idee ist ihm zu groß / verwegen. Weltenlenker sind eben keine Pragmatiker à la Gerhard Schröder (Ä-hemmm ...). Der Griff nach den Sternen und Mars ist seine Logik. Kühnheit oder Größenwahn? Wer in der Kategorie des Weltalls denkt, übt Attraktion auf die Menschheit aus. Das Klein-Klein möge im Wahldampf von 2004 die Demokraten faszinieren, der Präsident steht darüber.

Interessante Frage, ob US-Präsident G.W. Bush von Kühnheit oder Größenwahn geplagt wurde. Problem: Wir haben hier, in Deutschland, trotz beschönigender Beschreibung durch Markus Günther, eine Figur, dessen Wirken im Spannungsverhältnis zwischen nicht minder problematischen Kategorien steht. Gemeint ist Gerhard Schröder, Ankündigungspolitiker, Sozialhetzer, Schwadroneur, der seiner Partei wahrscheinlich die Sinnkrise beschert, obwohl er es dem Kanzlerpapier von Dezember 2002 zu Folge seit langem viel besser weiß, als etwa in seinem “Deutschen Weg” vom August 2002 zum Ausdruck kam. Wir in Deutschland haben mit uns selbst also genug zu tun. Bleiben wir mit beiden Füßen auf der Erde.

Genau darum geht es im Folgenden.

(A) Der Mensch

Den Menschen gibt es (u.a.) weil die Gattung mit Überlebensinstinkt, eine so genannte inhärente Eigenschaft, ausgestattet ist.

Schon schieres Leben, insbesondere massenhaftes, verändert “die Natur”. Deswegen haben die Liberalen 1971 in Freiburg das Verursacherprinzip beschlossen. Da die Natur auf der Erde dank menschlichen Seins immer stärker, wohl nachteilig, verändert wird, andererseits (derzeit) nicht umstritten ist, dass die Sonne in ca. 5 Milliarden Jahren, wörtlich explodieren wird (biblisch: Die Apokalypse), meldet sich der Überlebensinstinkt:

“Hier, auf der Erde bekomme ‘ich’, endogen od. exogen, irgendwann ein  happiges Problem”.

Resultat: Gibt es irgendwo im All ein Plätzchen auf dem die Menschen es sich ersatzweise bequem machen können? Suche und Du wirst finden.

(B) Über menschliches Können

Ganz ähnlich muss das Gefühl der Neanderthaler, CroMagnons und anderer Gattungen früher gewesen sein. Sie suchten, besiedelten, bei damaligen Verhältnissen nur in Jahren zu durchstreifen, schließlich größere Gebiete dieser Erde. Die Suche im Weltall, also ein natürlicher Trieb. Im übrigen eine bereits heutige Menschen beruhigende Tätigkeit: Es gibt keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben.

Die Neugier hat längst Taten und Ergebnisse produziert. Kommunikation, Weltraumlabors, Sonnenforschung oder Aufspüren von Himmelskörpern, die hier zerstören könnten. Sogar SPD und Sog .Grüne wissen auch mehr über “früher”, dem Beginn der 13 Mrd Jahre nach dem angeblichen Urknall. Von der Zeit davor definitionsgemäß nichts. Ist schon gut - wir leben damit. Merke: Einstein hat seine Relativitätstheorien, aus denen sich die Beschränktheit menschlicher Mobilität im Weltall ableitet, entwickelt, nbevor das Hubble-Weltraumteleskop oder die große Sternwarte auf dem Cerro Paranal in Chile in Betrieb genommen wurden.

(C) ”Toyota” problematisieren

Bush hat also, mehrere Zeitungen berichteten, Anfang Januar 2004 beschlossen dem US- Kongress das Projekt “Marsexpedition, Zwischenstation Mond” vorzuschlagen. Das würde eine Schweinegeld kosten. Wegen der (unvermeidlichen) Globalisierung werden Europäer ebenfalls ökonomisch “Betroffene” sein. Daher wollen sie dazu ein Wörtchen mitreden.

(D) Zustand: Ist die Erde ein Klo?

(Dieser Abschnitt detaillierter in Biosphäre, “Grundsätzlich” + “komplexe Lage”)

Zu viele Menschen, zu wenig Natur. Die komplexe Situation ist schnell beschrieben.

Nachdem die Materie aus der die Erde im Wesentlichen heute besteht, “versammelt” war, kühlte das Agglomerat ab und verdichtete sich. Im Zuge dieser Prozesse fand physikalisch- chemisch bedingt Stoff-Segregation statt. Leben bewirkt aber per Saldo Homogenisierung (das Gegenteil von Segregation) von Stoffen; intelligentes Leben beschleunigt (antropogen) die Homogenisierung der Stoffe in der Biosphäre.

Die Menschheit könnte daher durch drei Vorgehensweisen überleben:

  • Auswanderung (von einem Teil der Menschen) zu einem anderen, natürlichen oder künstlichen Himmelskörper.
  • Künstliche Stoff-Segregation (z.B. Entzug von CO2 aus der Atmosphäre) durch Energieeinsatz
  • Rohstoff- und Energieversorgung “aus dem Weltall” (Import von Bio-Potenzial, d.h.,  seggregierten Stoffen.)

(E) Lösung

Das Problem des Überlebens “reduziert” sich auf die Beantwortung folgender schlichter Fragen: Mit welchen Anlagen, Apparaten, Vorrichtungen (zur Umsetzung und Speicherung von Stoffen und Energie) kann einer oder gleichzeitig mehrere der o.a. Wege gegangen werden und mit wie viel Energie ist in Vorlage zu treten, bevor ein (neuer) lebensfreundlicher Zustand gefunden und stabilisiert wird? Dass sich hinter diesen harmlos klingenden Fragen schier unvorstellbare Energiemengen verbergen, kann und sollte nicht bezweifelt werden.

Die Expedition zum Mars wird nicht “just for fun” stattfinden. Es geht, wie ausgeführt, darum, menschlichen Überlebens-Instinkt - zu befriedigen. Kann aber die Expedition zum Mars zu Antworten auf Fragen, Lösung von Problemen beitragen, die für das Überleben der Menschheit erforderlich sind? Antwort: Heute nicht. Anders: Die Mars-Expedition ist aus heutiger Sicht verbranntes Geld.

Die Menschheit gewinnt Erkenntnisse durch eine bemannte Marsexpedition. Ob das aber Erkenntnisse sind, die für die Rohstoffversorgung (Regeneration der Bio-Sphäre) aus dem Weltall oder die Auswanderung (zumindest von einem Teil) der Menschheit in das Weltall nötig sind, weiß, fair argumentierend, heute niemand. Zu ahnen ist, dass sehr schwierige Probleme zu lösen wären. Zumindest eine Lösungsskizze wird benötigt, um etwa zu entscheiden, ob der Start von Weltraumexpeditionen im Dienste des menschlichen Überlebens auf der Erde oder auf einem anderen festen (natürlichen oder künstlichen) Himmelskörper die signifikant bessere Alternative ist.

Auch wenn es im Hinblick auf das Gesamtproblem völlig irrelevant ist, heute zu wissen, ob es auf dem Mars Wasser gibt oder nicht, zeigen gerade die jüngsten, unbemannten, Marsexpeditionen, dass für die Analyse der chemischen und physikalischen Bedingungen der festen Himmelskörper im Sonnensystem bemannte Expeditionen nicht erforderlich sind. Also ist schon die Idee, dass Menschen “demnächst” ausgerechnet den Mars betreten sollen, gar “müssen”, zumindest beim derzeitigen Erkenntnisstand nicht mehr als eine Schnapsidee. Bush gilt als konservativ; die Erfahrung lehrt, dass auch Sozialisten zu derartigen Schnapsideen fähig sind.

Sorry, Mr. Bush, that’s truth.

(F) Keine Marotte der Liberalen Notizen

Nun könnte man andererseits auch meinen, G.W. Bush habe das Projekt einer bemannten Expedition zum Mars wegen dem Wahltermin im November 2004 vom Stapel gelassen. Diese Ansicht ist überwiegend falsch, denn es wurden zu viele, sicher kluge, Leute zur Formulierung des Programms einbezogen; außerdem sind inneramerikanischer Protest und weltweite Lachkrämpfe weitgehend ausgeblieben. Also handelt es sich bei dem Anliegen, um eines der gesamten Menschheit.

Die Personen Weltgesellschaft wissen demzufolge, gar nicht was sie tun; denn sicher hat niemand, auch die Weltgesellschaft nicht die Absicht eine Schnapsidee zu realisieren - wie Denken doch um Ecken Wege findet: Schöne Bestätigung (nicht Beweis) für das Prinzip der sozialwissenschaftlichen Unbestimmtheit.

So schnell also erfolgt gedankliche Rückkehr zur Erde: Oder wissen die führenden Leute etwa der CDU/CSU, “was sie tun”. Haben Schröder und die SPD etwa ab 1995 geahnt, dass sie ein Regierungsprogramm 1998 einmal in das politische Grab führen würde könnte? Auch Liberale wissen auf diesem Anspruchsniveau nicht, was sie tun. Aber es gibt einen großen Unterschied: Liberale wissen um einiges besser, dass die Leute der Gesellschaft grundsätzlich nicht wissen können, was sie tun. Empirischer Beleg: Liberale verstehen das Prinzip der sozialwissenschaftlichen Unbestimmtheit stets nach wenigen Sätzen und sie kommentieren meist Achselzuckend: “Klar, was ist daran so besonders neu”? Die Absicht, dies Sozialisten oder Konservativen zu erklären, sollte bei einem Zeitbudget von weniger als 15 Minuten wegen sicherer Erfolglosigkeit gar nicht gestartet werden. Versuchen Sie es selber und überzeugen Sie sich selber.

(G) Exkurs in die Realität

Vom Gedankenflug im Weltall zur Tagespolitik: Was also ist zu tun?Bilden, Entstaatlichen,
 d.h., Liberalisieren, d.h., Dezentralisieren - selbstverständlich alles verabredet; denn die Schwächsten und die Stärksten Mitglieder einer Gesellschaft sind inhärente Elemente jeder bestehenden Gesellschaft so wie Nord- und Südpol inhärente Elemente eines Magneten sind.

Außerdem sind Verabredungen und Vereinbarungen zum Bilden, Entstaatlichen, Liberalisieren, Dezentralisieren auch ökonomisch sinnvoll: Es lebt sich per Saldo einfach angenehmer. Im Wesentlichen darüber wird am “Info-Stand” gesprochen. Die SPD dagegen ernennt, und ist darauf sogar stolz, als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten eine Spezialistin für Demokratie- und Sozialismustheorie; In der CDU/CSU war die Sehnsucht nach  einem Hardcore-Konservativen verbreitet. Die FDP hat einen Kandidaten der praktischen (also irdischen) Ökonomie regelrecht durchsetzen müssen. Etwa Richard von Weizsäcker, Kurt Sontheimer, Heiner Geissler, Gerhard Schröder, Edmund Stoiber (Kanzler in spe), Friedrich Schorlemmer, Arnold Vaatz, Michael Sommer, Roland Koch, Red-Bull-Bütikoffer transformierten die vox Rindvieh in die vox populi und ... rümpften die Nase - ob zu viel praktischer Vernunft?

À propos Nord- und Südpol: Was wären Liberale ohne ihre Sozialisten und ohne ihre Konservativen? Stinklangweilig wäre Politik. Moment: Vergnügen auf Kosten von Millionen? So geht das nicht. Also wartet nur, Ihr Leute von der Tiefkühltruhe der Werte einerseits und ihr Betreiber von MVAen, die 2000-Generationen-Erfahrung entsorgen ...

Naa, “Kollegen” ... aber haltet Euren innerlichen Rambo unter strenger Kontrolle. Auch diese Fähigkeit kennzeichnet Liberale, die - was sonst - Liberalismus vertreten.

Über das Jenseits zurück zur Erde, um diesen Exkurs zu schreiben? Auch.
 

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