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04.12.17

Die totale Kommunikation

Zeitungen, Telefon, Radio, Fernsehen gibt es schon lange. Inzwischen verschmelzen die heterogenen Kategorien. Die elektronische Datenverarbeitung (EDV) ist technischer Standard der Kommunikation geworden. Viele sprechen von Digitalisierung. Es ist eine unvollkommene Bezeichnung, weil damit nur die Speicherungs- und die Transport-Form von Dokumenten beschrieben wird, im Übrigen für die Teilnehmer belanglos ist, weil die die Dokumente in gleicher Weise wie schon immer wahrnehmen: Text, Bild, Film, Ton.

Der technische Fortschritt in der Datenverarbeitung als elektronische, d.h., maschinelle Datenverarbeitung ermöglicht heute kostengünstig für jedermann mobil oder ortsgebunden die Teilnahme an weltweiter Kommunikation. Jeder ist in der Lage zu senden und alle nicht verschlüsselten Dokumente zu empfangen.

Es sollte von der sensationellen technischen Revolution gesprochen werden. Nicht nur, weil allseitige Teilnahme stattfindet, sondern auch, weil der Übergang von der “analogen” zur “digitalen” Signalverarbeitung offenkundig ohne Brüche oder systembedingte Barrieren von statten geht. Die Menschheit steht kurz davor, den subatomaren Kosmos zum Zweck der Kommunikation zu erschließen. Danach wird alles noch kostengünstiger und vielleicht noch schneller machbar sein.

So weit der technische Abriß des Wandels.

Welche sind die Wirkungen auf der sozialen Ebene? Viele und wenige:

  • Mediatisierung bleibt eine wichtige, ja unverzichtbare menschliche Aktivität. Die Einzelnen jedes sozialen Ranges, jeder Funktionalität bleiben angesichts der wachsenden Menge von Dokumenten auf Verdichtung angewiesen.
     
  • Sprache hat keine, vielleicht kaum, Bedeutung verloren.
     
  • Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede sind nun allgegenwärtig. Die Welt schrumpft zum herkömmlichen Dorf, das angesichts der Fülle aus den Fugen geraten könnte.
     
  • Die Umlaufgeschwindigkeit der Dokumente hat ein Maximum erreicht. Wie lange hat es beispielsweise im Februar/März 1493 gedauert, bis die Nachricht der Entdeckung von Amerika Paris, Frankfurt und Rom erreichte? Heute kann jedermann innerhalb von Minuten weltweit erfahren, dass die FDP die Verhandlungen mit Sog.Grünen und CDU/CSU wegen evidenter Erfolgslosigkeit abgebrochen hat.
     
  • Die Übersichtlichkeit des Welt-Geschehens ist eher schlechter als besser. Ein kurzer LN-Beitrag vom 04.12.17 beschreibt, wie die Meinung von sehr Vielen nach dem die FDP die Koalitionsverhandlung mit Sog.Grünen und CDU/CSU abbrach, “geändert wurde”. Entsprechend hat die Verwirrung der Menschen zugenommen. Dies erzeugt Stress, Unrast, Unmut, spaltet die Gesellschaft.
     
  • Bedauerlicherweise sinkt die Qualität der Gesamtheit aller Dokumente. Einerseits nehmen geringer qualifizierte Personen teil; derweil werden auch die professionellen Mediatoren von der Fülle so erschlagen, dass ihrerseits die Qualität und besonders die der originären Sender, der Politiker, sinkt. Es gibt keine Lösung für das Problem mediatisierter Respektlosigkeit. Ein Wertewandel wird unvermeidbar. Weitere Belastung ist damit angekündigt.
     
  • Die totale Kommunikation ist ein großartiger Gewinn. Leider ziehen viele Stakeholder chaotischer und zweckfremder Kommunikation an unterschiedlichen Enden. Das Programm, gar die Absicht der Qualifikation in der neuen Lage steht (noch?) in den Sternen.  Jammern hilft nicht. Zähne zusammenbeißen und durch eher.

Es liegt in ganz anderer Perspektive auf der Hand: Das Ende der Geschichte ist offen. Kein Staat kann helfen. Der Einzelne ist die einzige Chance für Frieden.
    

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