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14.12.19

Wildnis, Weite, Mühsal, Entbehrung und Abenteurer

Die Geschichte Lateinamerikas startet in Europa um 1500. Bemerkenswert, dass nur die Portugiesen und Spanier aufbrachen und die bis heute wirksamen Strukturen schufen. Andere, zumal im Hinterland waren sich wohl zu fein für den Aufbruch in die Wildnis.

Als Engländer und Franzosen aufwachten, waren die Würfel gefallen, es blieb von Enklaven und späteren Versuchen der Inkursion abgesehen, nur der Norden des Kontinents mit karger Landschaft und karger Kultur / Zivilisation. Die Iberer hatten sich die fetten Brocken geschnappt. Sie wurden darüber reich und mächtig. Es blühten die Künste. Im Reich des Karl von Habsburg und seines Sohnes Philipp II mit Besitztümern in Europa und Asien ging die Sonne nie unter.

In Amerika hatten hatten besonders die Spanier unzivilisiert gewütet mehrere verwandte aber unabhängige Kulturen vernichtet. Die Obrigkeit mit ihrer Entourage gebildeter Personen war zu weit entfernt um faktisch kriminelles Geschehen unter Kontrolle zu halten. Die starke Katholische Kirche war mehr an Missionierung als an polit-sozialer Ordnung interessiert. Ihre Stellung wird erst in jüngster Zeit schwächer.

Die koloniale Verwaltung war dennoch rational organisiert. Zunächst einigten sich die spanische und die portugiesische Regierung im Vertrag von Tordesillas (Zentralspanien)  bereits 1494 über Einflusszonen im Atlantik. Spanien fielen die vor weniger als zwei Jahre zuvor von ihnen entdeckten Antillen zu und Portugal vor allem Afrika und die Schifffahrtsroute um das Kap der Guten Hoffnung. Zu diesem Zeitpunkt  war die Existenz des Amerikanischen Festlandes in Europa noch unbekannt; Portugal fiel daher wie sich erst später herausstellte die brasilianische Küste zu. Die spanische Regierung gliederte den Kontinent zunächst in zwei später insgesamt vier Vizekönigtümer: Mexiko (heutiges Nordamerika, “Nueva España”), Kolumbien (Nordwest Südamerika, “Nueva Granada”), Peru (restliches Südamerika ohne Brasilien, “Nueva Castilla”) und zuletzt Südliches Südamerika ohne Chile (Argentinien, Uruguay, Paraguay und Bolivien, “Rio de la Plata”). Zur Einführung in die spanische Kolonialverwaltung siehe Wikipedia.

Nach der Eroberung bildete sich allmählich eine einheitlich dezentrale Verwaltung mit Provinzen und Kommunen. Wirtschaftlich spielten der Bergbau von Edelmetallen eine tragende Rolle. Daneben wurde in landwirtschaftlichen Monokulturen beim Einsatz von Sklaven etwa Zucker, Tabak, Baumwolle und Kaffee nach Europa verkauft; die sonstige Produktion, besonders Fleisch wurde von lokalen Märkten abgenommen, die teilweise aufgrund der Monokulturen unter Knappheit litten. Es etablierte sich ein klar geregeltes System sozialer Klassen in dem gebürtige Spanier vor in Amerika geborenen Spaniern (“criollos”) den ersten Range einnahmen.

Nach Philipp II verfiel die Macht des Spanischen Reiches verstärkt wegen der Angriffe aus England allmählich. Der Wechsel von Habsburg auf Bourbon um ca. 1700 schwächte die Wirtschaftskraft zusätzlich. Als im Zuge der Napoleonischen  Kriege um 1800 Spanien dauerhaft besetzt wurde, emanzipierte sich das Bürgertum der Criollos mit ideeller Patenschaft aus London. Innerhalb von 30 Jahren waren alle Kolonien unabhängige Staaten geworden. Mit Ausnahme von Chile waren die politischen Verhältnisse bis weit in das 20. Jahrhundert unterschiedlich unbefriedigend ungeordnet. Die Mentalitäten und die Sprache begannen sich zu differenzieren. Die Wirtschaft blieb wegen fehlender Bevölkerungsdichte schwach. Im 19. Jahrhundert Wurden leere Räume und einige Ballungsräume durch Einwanderung aus Italien, Deutschland und Ostasien gestärkt.

Die führenden Schichten galten bis in das 20. Jahrhundert als stockkonservativ. Seit langem aktuell mit europäischer Modernität vernetzt haben zahlreiche häßliche Militärdiktaturen unbefriedigende Verhältnisse hinterlassen. Das Potenzial des Kontinents ist heute als hoch einzuschätzen.
 

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