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28.12.25 / 11.08.20
Christentum für das politische Schaufenster
Eine Partei der Menschen, die den christlichen Glauben leben, zeichnete sich
bereits im 19. Jahrhundert ab. Nach der Katastrophe 1914-45 und dem Erstarken der sog. kommunistischen Regime mit dezidiert feindlicher Einstellung zu Religionen wurde das Momentum sich unter dem Banner des Christentums politisch zu
sammeln gestärkt.
Das Milieu praktizierender Christen entwickelte bis 1969 ausreichende soziale
Kohäsion, um die entsprechende Correctness als wirkungsstarke Sittenlehre zu etablieren. Zwar bekannten sich auch danach die maßgebenden Kirchen-Führer zur CDU/CSU aber von den gebotenen Deklamationen abgesehen verdampften christliches
Sentiment und obendrein die Argumente zunehmend. Religiöser Glaube verliert politische Wirkungund Trägerschaft. Der Prozess ist nicht abgeschlossen.
Die moralische Achillesferse besteht darin, dass eine
christliche politische Praxis, eigentlich aus der Zeit gefallen, nicht gibt; auch nicht erstrebt wird. Politsch wirken folglich Pseudochristen
bei denen Christentum etwa im Fall der CDU/ CSU wirkt wie ein Aufkleber - unter vielen. Der CDU/CSU fehlt damit das früher hilfreiche Argument zur Kohäsion, um die Auseinandersetzung besonders mit Sozialsten erfolgreich zu führen. Heuchelei greift um sich.
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