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Wahrnehmung der so-wi Unbestimmtheit

übergeordnete Ausführungen zu Wahrnehmbarkeit

Liberale Notizen

Theorie

Unbestimmtheit

 

 

 

 

 

Zu
Unbestimmtheit
gehören

Wahrnehmbarkeit

Konsequenzen

Herrschaftswissen

Realität der sU

 

 

 

 

 

 

 

 

weitergehende
Ausführungen zu
Wahrnehmbarkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25.07.17 / ... 

Rezeptions- und andere Hemmnisse

Im Zuge des “täglichen Lebensgefechtes” wird die sozialwissenschaftliche Unbestimmtheit, im menschlichen Instinkt durchaus verankert, aus folgenden Gründen nicht, beschränkt oder nur mühselig wahrgenommen, häufig verdrängt:

  1. Der Prozess des Lernens ist nicht spontan, sondern verbraucht Zeit:

    (a) Der Lernvorgang beginnt für die Individuen G(i) nicht zu gleichen Zeitpunkten.

    (b) Bezogen auf ein Individuum ist der Übergang vom Zustand Nicht-Wissen in den Zustand Wissen fließend. Die Überganges-Dauer ist interindividuell unterschiedlich.

    (c) Eine Gesellschaft (G) hat ggf. auch dann gelernt, wenn nicht alle Individuen, d.h., lediglich eine Teilmenge G(i) der Individuen, etwa der maßgebliche Verkehrskreis, ein bestimmtes Wissen erlangt hat.

    (d) Der Zeitpunkt, zu dem eine Gesellschaft also insgesamt gelernt hat, ist unter Umständen erst im Nachhinein und wenn überhaupt nur ungenau feststellbar.
     
  2. Praktisch relevant ist die sozialwissenschaftliche Unbestimmtheit ohnehin nur bezogen auf künftiges Geschehen. Das Prinzip ist also auch irrelevant (i.S. von “findet keine Anwendung”), wenn der Prognosezeitraum, t -> 0, gegen Null geht. Die die Gesellschaft bestimmenden Parameter ändern sich normalerweise nur allmählich; die früheren Werte sind eine Zeit lang noch (genau genug) gültig.
     
  3. Die unter 1. und 2. beschriebenen Wirkungen addieren sich: Jetzt-Realität wird erst später gelernt (bewusst). Dies ist ein wichtiger Grund für das Scheitern von Planwirtschaft.
     
  4. Das Prinzip der sozialwissenschaftlichen Unbestimmtheit gilt auch für den Einzelnen bezüglich der Fähigkeit sich selbst zu erkennen. Die unerbittliche Rationalität des Prinzips haben die Menschen, seit Geschichte geschrieben wird, durch Religion (wobei Religion noch mehr “bietet”) überwunden. In Rationalität und Psyche wird erläutert, warum der areligiöse Einzelne auf Grund des inhärenten Überlebensinstinktes am Prinzip der sozialwissenschaftlichen Unbestimmtheit in keiner Weise “verzweifeln” (was ist der Sinn des Lebens?) muss.

Diese Ausführungen erklären sozialistisches Regelungsverhalten: Regelung ist (auch !!!) die Abwehr von Veränderungen, die Realität dynamisieren. Die frühere Bildung (s. von Hajek: Konstruktivismus) ist nur dann in der Praxis stabil, wenn die (früheren) Prämissen noch gültig sind. Deswegen hat es übrigens so lange gedauert, bis die sozialistischen Regime des 20. Jahrhunderts überwunden wurden. Wie Recht hatte KH Flach mit den Ausführungen zum Wissen und den Konsequenzen dieser Einsichten in seinem kleinen liberalen Katechismus .

    Flach benutzt rhetorisch den Begriff der politischen Relativitätstheorie. Gedankenspiele im Hinblick auf Analogien zwischen den vorstehenden Überlegungen zur sozialwissenschaftlichen Unbestimmtheit und der Relativitätstheorie von Einstein einerseits so wie der Quantenmechanik von Planck andererseits, kommen im Rahmen des (politischen) Liberalen Notizen erst, wenn Ausführungen zu deren politischer Relevanz erkennbar werden. Klar aber ist, dass in den geisteswissenschaftlichen Seminaren und Fakultäten der ganzen Welt die Unruhe eines Bienenstocks ausbricht, sobald die erste Dissertation oder Habilitation mit dem stringenten Beweis “zum Thema” vorliegt ...

    Eine letzte Prognose: Studiert Psychologie/Psychiatrie, es wird in dem Beruf (zumindest vorübergehend) Engpässe geben, denn Sozialisten werden einsehen müssen, dass sie nur arme Sozeles sein können ... 

 

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