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31.10.19 / 17.06.19

 

 

Dokumente der Europäischen Geschichte

 

 

Die Europäische Kultur hat unter Einschluss von Kunst, Wissenschaft und Politik sicherlich unzählige bedeutende Dokumente hervorgebracht. Bei Besinnung auf die politische Entwicklung bis zum heutigen Europa wurden hier einige wenige Dokumente ausgewählt, die den entsprechenden Ereignissen so wie den entsprechenden Dokumenten ex post betrachtet die jeweilige Zukunft besonders prägten. Diese Dokumente zeichnen sich dadurch aus, sie nicht das Ergebnis der Arbeit von Einzelkämpfern waren, sondern auf dem von Gruppen gefundenen Konsens beruhten. Dies gilt auch für die Erfahrungsberichte von Machiavelli und erst recht für die 95 Thesen des Martin Luther.

Der Nahe Osten gehört kulturell weder zu Asien noch zu Afrika, aber auf Grund der Wirkungen zu Europa. Selbstverständlich ließe sich weiter gehend formulieren: West-Asien, Mittelmeer und Europa.

Nicht auszuschließen ist, dass der künftige Gang der Geschichte bisher unbeachteten Dokumente in den Rang höchster Wirkung erhebt.

 

Bibel, Levante, 1200 v.Chr. bis 100 n.Chr.

 

Koran, Raum Mekka-Medina, ab 632 bis 656

 

Magna Charta, 15. Juni 1215

Legte die Grundlage für das britische Verfassungsrecht. Schönheitsfehler aus heutiger Sicht: Geregelt wurden lediglich die Beziehungen zwischen König und Adel. Gleichwohl kann in der Magna Charta die Geburt von Rechtsstaat und der Idee des Gesellschaftsvertrages gesehen werden. 

Der Fürst und Discorsi, Niccolò Machiavelli, 1510 - 1520

Im quirligen von Kunst, Wissenschaft und Reichtum geprägten Italien der Zeit kurz nach der Entdeckung Amerikas fand Machiavelli Raum um neben dem Vatikanischen Bollwerk politische Erfahrung zu beschreiben. Umstritten und missverstanden können noch heute Lehren aus dem Unikat gezogen werden. Weder im Mittelalter noch nach 1800 gab und gibt es den intellektuellen Nährboden für beide Werke.

Luthers 95 Thesen in Wittenberg, 31.10.1517

Zwar hat die Reformation spezifisch deutsch begonnen, wurde erst später ein europäisch wirksames Ereignis. Daher wird dieses primär als Dokument der Deutschen Geschichte geführt

Die Reformation gilt weithin als religiöses Ereignis, weil Luther die Bibel anders interpretierte als die herrschende Lehre des Vatikan. Die Abspaltung eines Teils der Christenheit von der Herrschaft des Vatikan, war für die Machthaber in Rom ein böses Ereignis mit politischen Folgen ein Jahrhundert später, dem sog. 30jährigen Krieg u. bis weit in das 20. Jahrhundert. Als Mönch war die Kirche für Luther unvermeidlich das Zentrum des Universum. Schon die Durchsicht der 95 These zeigt jedoch die ökonomischen und eben politischen Wurzeln der erfolgreichen Lutherischen Reformationsbewegung. Immerhin hatte der Vatikan zu jener Zeit enormen Finanzbedarf, wodurch weltliche Herrscher an Macht einbüßten. Ca. 25 Jahre nach dem Gespräch mit dem jungen Karl V wurde eine Gegenreformation ausgerufen und alsbald brach die Zeit der Aufklärung aus. Danach war der kirchliche Absolutismus gebrochen und das Kampf-Christentum nach zahlreichen vor allem gewaltsamen Wirren eingehegt. 

Agreement of the People, u.a. Oliver Cromwell, 1647

Der Parlamentarismus nimmt zunächst in Britannien Gestalt an.

Erklärung der Menschenrechte- und Bürgerrechte, 26.08.1789

Keine Frage, dass der in Britannien installierte Parlamentarismus, die Schottischen Philosophen, die Aufklärung generell Wegbereiter der Menschenrechtserklärung wurden. Die für viele Zeitgenossen sicher ungemütliche Aufruhr der Französischen Revolution brachte als Sturzgeburt hervor, was in der Luft lag: Die Menschenrechtserklärung Ende August 1789. Die Einfachheit und Klarheit der Sprache ist bemerkenswert. Es lohnt zu prüfen, ob die Prinzipien des Dokumentes (bereits) in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts erfüllt sind.

Die Schlussakte des Wiener Kongresses, 1815

Dass eine (formelle) Einigung zu Stande kam, kann als Wunder gesehen werden. Allgemeine Kriegsmüdigkeit mag dazu beigetragen haben. immerhin 8 Signatarmächte unterzeichneten die Schlussakte. Viel internationaler Verdruss im 19. und 20. Jahrhundert hat im Ergebnis des Wiener Kongresses seine Wurzel. Die komplexe Lage konnte nur eklektische Einigung hervorbringen, aber der Wille zur Restauration verband viele der verhandelnden Parteien. Renaissance, Aufklärung und Barock wurden abschließend Geschichte. Zwar entfaltete sich die industrielle Revolution, die Landflucht schwoll danach an, Forschung brachte bahnbrechende Ergebnisse, aber intellektuell war die Geschichte Europas 1815 und bis heute gelaufen. Insbesondere sind die zahlreichen totalitären Erfahrungen des 20. Jahrhunderts nicht überwunden.

“Wir” arbeiten daran. Ob “wir” es auch schaffen? Optimismus ist Pflicht.
 

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