L i b e r a l e N o t i z e n
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Sammlung Originaldokumente in http://www.liberale-notizen.de |
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DLF-Meldung am
14.02.2024, 15:00 „Regierungssprecher
Hebestreit sagte in Berlin, die französischen und britischen Atomwaffen seien
bereits jetzt gemeinsam mit dem US-Arsenal Teil der Abschreckung durch die
NATO. An diese glaube man. Zuvor hatte bereits Bundesverteidigungsminister
Pistorius von der SPD davor gewarnt, leichtfertig über Atomwaffen für die EU
zu diskutieren. Die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsauschusses, die
FDP-Politikerin Strack-Zimmermann sagte im Deutschlandfunk, Europa wäre nicht
in der Lage, innerhalb von wenigen Jahren eine eigene Abschreckung
aufzubauen. Kritik kam auch aus der Union. Deren Fraktionsvize Wadephul sagte
dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, für eine europäische nukleare
Abschreckung fehle jede politische, strategische, technische und finanzielle
Grundlage. Kürzlich hatte
Bundesfinanzminister Lindner erklärt, er könne sich eine europäische
Nuklearwaffen-Kooperation mit Frankreich und Großbritannien vorstellen.“ So weit die schiefe Darstellung der FDP. Die einschlägige Passage in der
Lindner die „Vorstellung“ entwickelte lautet hingegen: Christian Lindner: Europa kann
auf Atomwaffen nicht verzichten: „Dies leisten
die USA durch ihre nuklear unterlegte Garantie, notfalls Berlin, Tallinn und
Warschau zu verteidigen. Über die nukleare Teilhabe ist die Sicherheit
Europas mit der Nordamerikas somit untrennbar verschränkt. Auch die
strategischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs und Großbritanniens leisten
bereits heute einen Beitrag zur Sicherheit unseres Bündnisses. Der
französische Präsident Emmanuel Macron hat verschiedentlich
Kooperationsangebote vorgetragen. Die jüngsten Äußerungen von Donald Trump
sollten wir als Aufforderung verstehen, dieses Element europäischer
Sicherheit unter dem Dach der NATO weiterzudenken. Die Frage ist: Unter
welchen politischen und finanziellen Bedingungen wären Paris und London
bereit, die eigenen strategischen Befähigungen für die kollektive Sicherheit
vorzuhalten oder auszubauen? Und umgekehrt, welchen Beitrag sind wir bereit
zu leisten? Wenn es um Frieden und Freiheit in Europa geht, dürfen wir diese
schwierigen Fragen nicht scheuen.“ |