L i b e r a l e N o t i z e n
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Sammlung Originaldokumente in http://www.liberale-notizen.de |
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Presseservice
des SPD-Parteivorstandes Berlin, 30.
April 2018 056/18 Mitteilung
für die Presse Aufruf des SPD-Parteivorstandes zum 1. Mai 2018: Vielfalt, Gerechtigkeit und
Solidarität – der Mensch im Mittelpunkt Wir rufen die
Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands auf, am 1. Mai 2018
gemeinsam mit den Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund für gute
Arbeit, Gerechtigkeit und eine solidarische und weltoffene Gesellschaft zu
demonstrieren. Vielfalt,
Gerechtigkeit und Solidarität - unter diesem Motto ruft der Deutsche
Gewerkschaftsbund in diesem Jahr zu den Kundgebungen am 1. Mai auf. Für uns
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten steht die Würde des Menschen im
Mittelpunkt: frei und gleich an Rechten und selbstbestimmt das eigene Leben
gestalten zu können. Das muss auch in der sich rasant wandelnden Arbeitswelt
gelten. Ziel der SPD
ist und bleibt die Vollbeschäftigung. Alle in unserem Land sollen die Chance
auf eine gute Arbeit haben, unbefristet, sozial abgesichert und tariflich
bezahlt – auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung. Prekäre
Beschäftigung, egal in welcher Form, muss zurückgedrängt werden. Frauen
erleben alltäglich, dass der Weg zur Gerechtigkeit in unserem Land immer noch
weit ist. Sie bekommen weniger Lohn und sind im Alter schlechter abgesichert.
Das liegt zum einen an der unterschiedlichen Bewertung von Berufen. Wir
wollen deshalb pflegerische und andere soziale Berufe aufwerten und dort für bessere
Löhne sorgen. Aber auch die Arbeitszeit ist nach wie vor ungerecht verteilt.
Darum werden wir in der Bundesregierung sehr schnell das Recht einführen,
befristet Teilzeit zu arbeiten und später wieder auf die vorherige
Arbeitszeit zurückkehren zu können, damit wir endlich die Teilzeitfalle
knacken, in der viele Frauen stecken. Frauen und
Männer wollen mehr über ihre Arbeitszeit bestimmen. Deshalb unterstützen wir
die Gewerkschaften darin, den Beschäftigten mehr Zeitautonomie zu verschaffen
und die Belastungen durch überlange Arbeitszeiten abzubauen. Wir werden
die Sozialpartnerschaft und die Tarifbindung weiter stärken. Das sichert
dauerhaft gute Löhne. Und wir wollen mehr Demokratie in den Betrieben und
Unternehmen. Nur mit Mitbestimmung auf Augenhöhe kann der Wandel der
Arbeitswelt erfolgreich für alle gestaltet werden. Dafür werden wir die
Rechte der Betriebsräte stärken. Unser
Sozialstaat ist eine hart erkämpfte Errungenschaft und Grundlage des Erfolgs
der sozialen Marktwirtschaft. Für alle abhängig Beschäftigten, für Kinder,
für Kranke und für Menschen, die nicht (mehr) arbeiten können, um sich ihren
Lebensunterhalt zu verdienen, für alle diese Menschen ist unser Sozialstaat
ein Versprechen auf Sicherheit. Wir werden
dieses Sicherheitsversprechen erneuern. Wir werden dafür sorgen, dass die
Absicherung im Alter wieder besser wird; mit einem stabilen Rentenniveau und
höheren Renten im Falle der Erwerbsminderung. Mit einer guten
Gesundheitsversorgung, die zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und
Beschäftigten getragen wird. Unser Ziel ist, die Beschäftigungschancen von
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhalten und Arbeitslose besser zu
unterstützen. Mit einer aktiven Arbeitsförderungspolitik, die auf gute und
individuelle Angebote setzt und mit einer Stärkung von Weiterbildung und
Qualifizierung. Wir wollen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren und
Langzeitarbeitslosen mit einem sozialen Arbeitsmarkt neue Perspektiven
eröffnen. Wir setzen
uns für Solidarität ein. Die modernen Hetzer von rechts dürfen keine Chance
haben. Sie wollen Kolleginnen und Kollegen gegeneinander ausspielen. Diese
Leute handeln gegen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und
ihrer Gewerkschaften. Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität. Er ist ein
Tag gegen Rassismus und Antisemitismus. |